Santiago de Cuba / Rezension

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Wir testen das Spiel „Santiago de Cuba“ von Michael Rieneck (Eggertspiele/Pegasus) und erklären die Regeln sowie die Spielanleitung.

Kurzbeschreibung

Willkommen in Santiago, der zweitgrößten Stadt Kubas. Hier hat nicht nur ein legendärer Rum, sondern auch die hiesige Revolution das Licht der Welt erblickt. Und nun seid ihr hierher gekommen, um Geschäfte zu machen. Dafür stehen euch die zahlreichen Bewohner und Gebäude der Stadt zur Verfügung. Wer es am besten versteht, diese Möglichkeiten zu seinem Vorteil zu nutzen, um Waren zu erwerben und diese über Schiffe und Gebäude in Siegpunkte zu verwandeln, wird am Ende den Sieg davontragen.

Auf einen Blick

34 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Basti

    Alle die Santiago de Cuba dann auch gerne mal selber testspielen wollen können das jetzt auf dem kostenlosen Brettspielportal Yucata.de tun!

  2. Mansoniac

    Solche Diskussionen wäre im Forum übersichtlicher…. 😉

  3. Max

    Danke für die ausführliche Antwort, die eure Bewertung etwas besser verständlich für mich macht.

    Basti:
    „Richtig! Möchte man die Bewertungskala in vollem Umfang ausnutzen muss man von einer Normalverteilung ausgehen. D.h. der Großteil liegt im Bereich 3-4/6
    2 u 5 / 6 gibt es weniger häufig und 1 u 6 /6 ganz selten.
    Als Lehrer hab ich täglich mit Messung und Bewertung zu tun und habe im Studium natürlich auch einiges darüber gelernt. Ein großer Fehler der in der Diagnostik häufig auftritt ist, dass man eben die Bewertungskala nicht voll ausschöpft und die Normalverteilung außer Acht lässt. d.h. übertrieben gesagt gibt es für manche Menschen entweder 1/6 oder 6/6 und nichts dazwischen. So können wir hier natürlich nicht arbeiten. Tatsächlich müssen wir uns auch immer wieder daran erinnern Subjektives zurückzustellen, damit wir die Spiele auch wenn sie uns persönlich super gefallen nicht zu gut zu bewerten.“

    Wobei ich zu dem Punkt mit dem Ausschöpfen der ganzen Skala nur anmerken will, dass ich das bei den anderen Punkten schon auch mache (hätte dem Spiel als Gesamtnote ja 4/6 gegeben, was hier nicht schon fast am unteren Rand wäre, sondern eben oberer (guter) Durchschnitt), Nur bei der Aufmachung fällt es mir schwer, weil es mir bei dem hohen Standard der deutschen Verlage schwer fallen würde, 3 oder sogar weniger Punkte zu vergeben, wenn das Spiel nicht wirkliche Mängel aufweist oder von der graphischen Gestaltung völlig an meinem Geschmack vorbei ginge.

    Aber ihr habt euch da wohl auch sicher viele Gedanken dazu gemacht, und die Bewertung von Spielen bleibt natürlich immer zu einem großen Teil subjektiv.

    Auf das ihr uns trotz der Kritik auch weiterhin mit euren Videos erfreut, den die viele Arbeit die darin steckt verdient Lob

    Grüße
    Max

  4. Basti

    Max:
    „Naja, sind vielleicht verschiedene Bewertungsmaßstäbe. Für mich setzt sich die Aufmachung aus 3 Teilnoten zusammen.
    1. Graphische Gestaltung
    2. Qualität des Materials
    3. Handling und Tauglichkeit des Materials“

    Basti:
    Wobei ich unter 2. außerdem nicht nur Qualität, sondern auch die Gestaltung des Materials also der Holzteile, Miniaturen u.ä. beurteile und Punkt 2 gegenüber den anderen beiden stärker gewichte.

    Max:
    „Die erste Note ist natürlich sehr subjektiv, aber mir gefällt die Arbeit von Menzel einfach, und auch hier würde ich 6/6 Punkten für die graphische Gestaltung geben.“

    Basti:
    Mir gefällt M. Menzel in der Regel auch, aber dieser Spielplan ist irgendwie trüb/düster und unfreundlich. –> Abzug (ist aber wie du sagst subjektiv)

    Max:
    „Die Qualität des Materials ist in meinen Augen sehr gut (zumindest bei meinem Exemplar gab es keine Probleme), das Holz ist sauber verarbeitet, die Pappe stabil, kein Plastik (auch immer schön), etc… Es haut einen nicht vom Hocker, ist aber sehr gut in der Qualität => 5/6 Punkten.“

    Basti:
    Wie gesagt gab es bei mir und auch anderen kleine Mängel am Material. –> 4/6. Weiterhin sind diese Rohstofftokens einfach nur Standard d.h. 4/6, denn sie sind weder besonders groß und handlich noch irgendwie thematisch. Zum Vergleich: Agricola oder Finca würde für seine Holzteile 6/6 bekommen.

    Max:
    „Beim Handling und der Tauglichkeit des Materials fürs eigentliche Spiel hätte ich gern 6/6 vergeben, durch die zu kleinen Schirme gibts aber nen Punkte Abzug => 5/6.“

    Basti:
    Richtig die Sichtschirme sind schon sehr klein und unzweckmäßig und die Rohstoffe sind auch nicht gerade groß und handlich.

    Max:
    „Als Durchschnitt ergibt sich somit bei mir in der Aufmachung 5/6 Punkten, wenn des mit den Schirmen nicht wäre, wärens knappe 6/6 geworden.“

    Basti:
    Bei mir komme ich auf 4/6

    Max:
    „Ihr legt wahrscheinlich einfach andere Maßstäbe. Ich finde die Aufmachung der meisten Spiele, die bei den großen (größeren) deutschen Verlagen erscheinen gut bis sehr gut, insofern ist da 4/6 schon am unteren Ende. Wenn man die Skala natürlich an diesen hohen Standard anpasst, sprich das Durchschnittsspiel 3-4 Punkte erhalten muss (nach Definition), sieht es vielleicht auch anders aus.“

    Basti:
    Richtig! Möchte man die Bewertungskala in vollem Umfang ausnutzen muss man von einer Normalverteilung ausgehen. D.h. der Großteil liegt im Bereich 3-4/6
    2 u 5 / 6 gibt es weniger häufig und 1 u 6 /6 ganz selten.
    Als Lehrer hab ich täglich mit Messung und Bewertung zu tun und habe im Studium natürlich auch einiges darüber gelernt. Ein großer Fehler der in der Diagnostik häufig auftritt ist, dass man eben die Bewertungskala nicht voll ausschöpft und die Normalverteilung außer Acht lässt. d.h. übertrieben gesagt gibt es für manche Menschen entweder 1/6 oder 6/6 und nichts dazwischen. So können wir hier natürlich nicht arbeiten. Tatsächlich müssen wir uns auch immer wieder daran erinnern Subjektives zurückzustellen, damit wir die Spiele auch wenn sie uns persönlich super gefallen nicht zu gut zu bewerten.

    Uns fällt das natürlich aber auch leichter als dem Otto-Normalspieler. Denn 1. Spielen wir sehr viele verschiedene Spiele, gerade auch einen großen Teil der Neuheiten, 2. bekommen wir die Exemplare kostenlos und können dadurch viel distanzierter an die Spiele herangehen.

    z.B.: wenn ich mir ein Spiel selbst kaufe, informiere ich mich, freue ich mich darauf und ich stecke mein hart erspartes Geld hinein. Hat das Spiel dann Mängel oder ist es nicht das was ich erwartet hatte, kann es passieren, da ich ihm in meinem (subjektiven emotionalen und wenig distanzierten) Ärger ne 1/6 Punkten gebe. (Kann man sehr oft auf Bewertungsplattformen beobachten z.B. SO, h@ll, amazon etc.) Das sind dann aber Leute dich nicht sachlich und objektiv bewerten, sondern dem enttäuschenden Produkt noch eins reindrücken wollen.
    Die Kehrseite ist aber auch möglich. Gefällt mir das Spiel, obwohl es vielleicht jetzt nicht der Überflieger ist, dann möchte ich es gut und toll finden denn schließlich hab ich dafür bezahlt und die anderen sollen es dann auch toll finden, denn ich will mein tolles Spiel ja auch ganz oft spielen. Folglich gebe ich aus dieser Subjektivität heraus vielleicht die 6/6, weil ich mir auch ein bisschen einreden muss, dass das Spiel ja ganz toll ist. (Ist mir früher ganz häufig so gegangen!)

    Sowas können wir uns hier aber nicht leisten, wenn wir halbwegs ernst genommen werden wollen. Uns fällt das auch schwer, aber wir müssen eben immer wieder versuchen so sachlich und distanziert wie möglich zu sein, auch wenn mir damit manchem den Spaß (an einem vielleicht geliebten Spiel) verderben.

    Das war jetzt viel Text, aber eins möchte ich noch anmerken: Wie ihr am letzten Absatz schon heraushören könnt, sind auch wir alles andere als unfehlbar.

    LG Basti

  5. Max

    Basti schrieb:
    „Das Strategieelement erwarte ich einfach aufgrund des Vergleiches mit Speicherstadt und natürlich, weil man mit Cuba im Hinterkopf heran geht und außerdem noch weil ich von Eggert Spiele ein reines Taktikspiel nicht erwartet hatte.“

    Das mag ja sein, ist aber dennoch nicht Fehler des Spiels, sondern deiner. Das Spiel wird ganz klar als Taktikspiel beworben, also ist alles andere irrelevant.

    Basti schrieb:
    „Aber selbst wenn ich es als Taktikspiel ansehe, finde ich es trotzdem nicht spannender gerade wenn man es nicht nur einmal spielt sondern 10+ Partien.“

    Diese Aussage wiederum ist völlig in Ordnung, und ich muss gestehen, das ich das Spiel bisher erst 6 mal gespielt habe, insofern ändert sich ja vielleicht meine Meinung noch stärker 😉

    Basti schrieb:
    „Das mit dem Material versteh ich nicht. 6/6 ist für mich die Höchstnote d.h. außerordentlich tolles Material. Diese Bewertung können die Komponenten von Santiago de Cuba auf keinen Fall bekommen. Allein schon die Tokens für die Rohstoffe sind einfach nur Standard. Hats du mal aktuell gekuckt wie hochwertig und ausgefallen die Komponenten zum Teil jetzt sind? Und dann hat das Material auch noch Mängel (und das hab ich vielfach schon gelesen). Dafür werde ich niemals die Höchstnote geben.“

    Naja, sind vielleicht verschiedene Bewertungsmaßstäbe. Für mich setzt sich die Aufmachung aus 3 Teilnoten zusammen.
    1. Graphische Gestaltung
    2. Qualität des Materials
    3. Handling und Tauglichkeit des Materials

    Die erste Note ist natürlich sehr subjektiv, aber mir gefällt die Arbeit von Menzel einfach, und auch hier würde ich 6/6 Punkten für die graphische Gestaltung geben. Die Qualität des Materials ist in meinen Augen sehr gut (zumindest bei meinem Exemplar gab es keine Probleme), das Holz ist sauber verarbeitet, die Pappe stabil, kein Plastik (auch immer schön), etc… Es haut einen nicht vom Hocker, ist aber sehr gut in der Qualität => 5/6 Punkten.
    Beim Handling und der Tauglichkeit des Materials fürs eigentliche Spiel hätte ich gern 6/6 vergeben, durch die zu kleinen Schirme gibts aber nen Punkte Abzug => 5/6.
    Als Durchschnitt ergibt sich somit bei mir in der Aufmachung 5/6 Punkten, wenn des mit den Schirmen nicht wäre, wärens knappe 6/6 geworden.
    Ihr legt wahrscheinlich einfach andere Maßstäbe. Ich finde die Aufmachung der meisten Spiele, die bei den großen (größeren) deutschen Verlagen erscheinen gut bis sehr gut, insofern ist da 4/6 schon am unteren Ende. Wenn man die Skala natürlich an diesen hohen Standard anpasst, sprich das Durchschnittsspiel 3-4 Punkte erhalten muss (nach Definition), sieht es vielleicht auch anders aus.

    Basti schrieb:
    „Nichts für ungut! Ich habe kein schlechtes Gewissen bei meiner/unserer Bewertung und stehe nach wie vor voll dahinter.“

    Das ist doch auch gut, jedem seine Meinung 🙂

    Basti schrieb:
    „Ihr dürft Eure Meinung ja gerne hier äußern. Gerade diese Diskussion kann ja dazu führen, dass viele das Spiel trotzdem gerne mal ausprobieren möchten um zu sehen welcher Meinung sie eher recht geben und vielleicht gefällt es ja sogar einigen und sie kaufen es.

    Wäre schön wenn sie dann hier noch Feedback geben!

    Liebe Grüße Basti“

    In diesem Sinne,
    viel Spaß beim Spielen (von was auch immer 😉 )

    Gruß Max

  6. Zottelmonster

    Schöne Rezension.

    Hab’s zwar nicht gespielt. Aber ich fühle mich gut beraten.

  7. Ben2

    ? Ip Adresse blockiert?

  8. Elijah

    „Wir sind aber IMMER! für eine Diskussion bereit.“

    Ist meine IP-Adresse immer noch blockiert? 😉

  9. Ben2

    Ja. Aber wenn man dann nach 5 Spielen merkt, das es nicht so toll ist, keine beschwerde bei uns 🙂

  10. Basti

    Das Strategieelement erwarte ich einfach aufgrund des Vergleiches mit Speicherstadt und natürlich, weil man mit Cuba im Hinterkopf heran geht und außerdem noch weil ich von Eggert Spiele ein reines Taktikspiel nicht erwartet hatte.
    Aber selbst wenn ich es als Taktikspiel ansehe, finde ich es trotzdem nicht spannender gerade wenn man es nicht nur einmal spielt sondern 10+ Partien.

    Das mit dem Material versteh ich nicht. 6/6 ist für mich die Höchstnote d.h. außerordentlich tolles Material. Diese Bewertung können die Komponenten von Santiago de Cuba auf keinen Fall bekommen. Allein schon die Tokens für die Rohstoffe sind einfach nur Standard. Hats du mal aktuell gekuckt wie hochwertig und ausgefallen die Komponenten zum Teil jetzt sind? Und dann hat das Material auch noch Mängel (und das hab ich vielfach schon gelesen). Dafür werde ich niemals die Höchstnote geben.

    Nichts für ungut! Ich habe kein schlechtes Gewissen bei meiner/unserer Bewertung und stehe nach wie vor voll dahinter.

    Ihr dürft Eure Meinung ja gerne hier äußern. Gerade diese Diskussion kann ja dazu führen, dass viele das Spiel trotzdem gerne mal ausprobieren möchten um zu sehen welcher Meinung sie eher recht geben und vielleicht gefällt es ja sogar einigen und sie kaufen es.

    Wäre schön wenn sie dann hier noch Feedback geben!

    Liebe Grüße Basti

  11. maeddes

    @ Max: Spiele es ab und an mit meiner Frau ganz gerne – kann also deine Einschätzung bezüglich der Zweispieler-Tauglichkeit absolut bejahen.

  12. Max

    Ich verstehe nicht ganz, wieso ihr dem Spiel vorwerft, nicht strategisch, sondern nur taktisch zu sein!? Das Spiel versucht doch gar nicht den Eindruck zu erwecken, strategisch zu sein…

    Ich zitiere:
    Schachtelrückseite: „… ergeben sich bei jeder Partie neue taktische Möglichkeiten…“
    „Santiago de Cuba ist ein taktischer Leckerbissen…“
    Spielanleitung (S. 1): „… für 2 bis 4 Taktiker…“
    „… steht ihr bei jeder Partie vor neuen taktischen Herausforderungen.“

    Das Wort „strategisch“ (oder ähnliches) hab ich auf die Schnelle nirgendswo gefunden, ist also (wenn es überhaupt irgendwo auf Schachtel oder Spielanleitung vorkommt) gut versteckt.
    Falls ihr also, aufgrund der Kenntnis des Spiels „Cuba“, ein strategisches Spiel erwartet habt, ist das doch euer Fehler, und nicht der des Spiels.

    Ich teile eure anderen Aussagen auch nur tendenziell. Beim Material hatte ich überhaupt keine Probleme, und würde (abgesehen von den wirklich etwas kleinen Sichtschirmen) ohne zu zögern eine 6 vergeben (unter der Berücksichtigung der Sichtschirme dann eine 5). Das eure Counter auseinanderfallen mag zu bedauern sein, bei meinen ist dies nicht passiert, und auch in absehbarer Zeit nicht zu befürchten. Also habt ihr entweder ein Mängelexemplar erhalten, oder etwas wenig Sorgfalt beim Auspöppeln walten lassen ;-).
    Natürlich ist das Thema nicht neu, sind die Mechanismen nicht besonders innovativ, dennoch würde ich aber mit 4/6 Punkten (mit der Tendenz zur 5) zu einem deutlich milderen Fazit kommen, da ich denke, dass das Spiel gut komponiert ist, und gerade aufgrund der relativ kurzen Spieldauer und des nicht zu „tiefen“ Spielablaufs für Zwischendurch geeignet ist, wenn man am Abend etwas leichter, aber nicht banal unterhalten werden will. Davon abgesehen funktioniert es auch zu zweit sehr gut, was mir immer wichtig ist!
    Es ist von Anspruch und Einstieg meiner Meinung nach auch ideal für Gelegenheitsspieler geeignet (in Abgrenzung zu Wenigspielern und Vielspielern), auch wenn es für diese sicherlich mit den verschiedenen Symbolen ein wenig Einarbeitung benötigt – überfordert sollten sie nicht sein.

    Ein selten so von eurer Meinung abweichender
    Max

  13. Ben2

    Um gottes Willen. Nein. „Recht“ hat hier keiner. Das sind alles Meinungen 😉 wir haben mit unserer Rezension unsere Meinung basierend auf unserem Wissen kundgetan. Wir sind aber IMMER! für eine Diskussion bereit. Lass uns das ins Forum verlagern, und dann legst du einfach nochmal deine Gründe dar, warum du anderer Meinung bist! Wir freuen uns darauf ! Hier ist jede grundfundierte Argumentation Willkommen!

  14. Daniel

    ich sehe das vollkommen ANDERS

    aber bringt ja nix
    ihr habt recht…

    lol

  15. Ben2

    Ben hättest du nicht besser sagen können… Genau. Ein „altes“ Spiel mit althergebrachten Mechanismen ist nicht schlecht. Wenn es aber nichts neu macht und das altbekannte nicht geschickt neu kombiniert… Warum dann dieses Spiel kaufen und nicht xy, dass das besser macht? Aber es ist nicht schlecht!

  16. Ben Autor

    Also ich muss mich da auch einmal für meine Kollegen starkmachen!
    Wir kommen alle drei aus ziemlich unterschiedlichen Richtungen – waren uns bei SdC aber sofort und blind einig. Das kommt nur äußerst selten vor!

    Auch ich hätte, wie bereits vorgebracht, das Spiel mit einer 3/6 bewertet. Für Vielspieler erscheint es mir viel zu wenig innovativ, unangebracht glückslastig, flach und spannungslos, als dass ich nochmal dazu greifen würde – dass das Spiel an sich funktioniert reicht da bei Weitem nicht aus. Suche ich ein Spiel für die Familie oder wechselnde Spielgruppen, gibt es zu viele andere Spiele, die ich jeder Zeit über SdC stellen würde, die ebenso „funktionieren“, aber mehr Spaß bringen, da sie thematisch interessanter sind, spannendere Elemente in den Vordergrund rücken, irgendwie runder erscheinen.

    Wie bewertet man ein Spiel, welches funktioniert und gut (mMn) ausgestattet ist, für das man aber nicht so recht die Zielgruppe findet und es in der Masse der Spiele einfach nirgendswo Anreiz gibt, es vorzuziehen? Es wird nicht mal als ein Spiel hängen bleiben, wo man sagt: „Ach, das ist doch das Spiel bei dem…“. Für mich ist es ein durchschnittliches Spiel welches keinerlei Reiz und Spannung auf mich ausübt. Klar gehört da bei Leuten die so viel spielen wie wir auch einiges mehr dazu. Wer mich aber selbst als Neuling nach einer Empfehlung für ein gutes Spiel fragt, der wird zuerst zig andere ausgesprochen bekommen – und wenn mir die Ideen ausgehen, was äußerst unwahrscheinlich ist, könnte ich SdC vorschlagen. Es ist also kein kaputtes Spiel, aber auch keines für das ich ohne Weiteres eine Empfehlung aussprechen würde. Wer aber genau auf die Elemente abfährt und bei den angesprochenen Punkten Abstriche machen kann, der kann es sich gefahrlos ansehen. Und genau das drücken wir hier mit einer 3/6 aus – da das typische 10er-System angesprochen wurde: In dieser Skala bewegen wir uns hier irgendwo zwischen 4-5, also nach BGG einem „es packt mich nicht so richtig; werde ich vermutlich nicht wieder bzw. nicht häufiger spielen; eher langweilig – kann man auch liegenlassen“.

    King of Tokyo finde ich übrigens auch grandios! : )

  17. Der Siedler

    Ich frage mich gerade, obe ein Spiel automatisch schlechter ist, wenn es alte Mechanismen benutzt. Natürlich ist ein Spiel automatisch gut, wenn es einen neuen, guten Mechanismus einführt. Klar, das sind zumeist die Klassiker, die dann auch auf Jahrzehnte den Markt beeinflussen. Aber die Masse der Spiele setzt eben „nur“ bekannte Mechanismen zusammen. Das kann ich doch nicht als Argument GEGEN sie verwenden.

  18. Ben2

    @tom genau meine Meinung. Und genau das findet ihr hier auch im nächsten Jahr.

    @daniel ich denke nicht dass wir gesagt haben, dass ein Spiel nur für vielspieler geeignet sein muss! Ich gebe dir 100 Prozent recht, ein Spiel wie King of Tokyo würde ich sehr hoch bewerten. Gerade wegen der generellen Eignung. Wir wollen euch nicht sagen, das SdC ein schlechtes Spiel ist, aber wie Basti gesagt: hat es gibt besseres.

  19. tom

    Ich kann der Wertung einer 3 nur unter der Begründung folgen, dass das Spiel jetzt nichts Neues total Innovatives bietet. Für Familien, die noch nicht 20 andere WP-Spiele haben, finde ich es durchaus geeignet. Man sollte einfach eine Wertung für Gelegenheitsspieler und absolute Vielspieler vorsehen. Oder gar keine Wertung und stattdessen kenntlich machen, für welche Zielgruppe das Spiel geeignet ist.

  20. Daniel

    ich finde preis/leistung überdurchschnittlich

    ich habe ca. 50 spiele zuhause
    ich gene mind. einmal die Woche zu einem spielabend (nur vielspieler)
    ich gehe jährlich zur messe nach essen

    ich spiele von ganz einfachen spielen bis zu komplexen (z.B. im Wandel der Zeiten) vieles sehr sehr gern.

    für mich muss ein gutes spiel nicht nur vielspierl ansprechen. für mich muss ein gutes spiel spass machen.
    daher liebe ich z.b. king of tokyo.
    kot ist auch kein Hammer spiel, aber es ist einfach unterhaltsam und bietet in kurzer zeit immer mal wieder einfach spass. und ich spiele um spass zu haben.

  21. Ben2

    Hallo Tom.

    Wie gesagt: Ihr kennt unsere Begründung. Ich denke, das ist das wichtigste. Jedes SPiel hat einen Reiz und eine Berechtigung. Wir arbeiten nur mit unserem Wissensschatz und vergleichen einfach eine Menge Spiele „da draußen“. Und im Vergleich mit anderen, verhält es sich mich SdC leider so, wie in Bastis Rezension angemerkt. SdC ist beileibe kein schlechtes Spiel und hat gewiss keine grauenvollen Komponenten. Aber das haben wir ja auch nicht gesagt. Es fiel aber bei uns eben wegen der seichten Optionen und wenigen Herausforderungen durch. Ich hätte bei der Idee sogar eine 2 gegeben, weil es beileibe GAR nichts neu macht.

    Und übrigens: wenn die Meinung aller gleich wäre, dann bräuchte man keine Rezensenten 🙂
    Nur gut begründet muss es sein.

  22. tom

    muss Daniel zustimmen so weit weg wart ihr noch nie von der Bewertung anderer. Werft nur mal einen Blick auf die Kommentare bei Spieloffensive!

  23. Basti

    Ich weiß ja nicht was du sonst so spielst oder wie viele Spiele du besitzt. Ich denke aber für jeden, der mindestens 20-40 Eurospiele im Schrank hat, ist dieses hier einfach nicht interessant genug.
    Rein subjektiv finde ich das Spiel seicht, kaum herausfordernd und vom Spannungsbogen her einfach langweilig. Dennoch habe ich versucht das Spiel fair zu bewerten.
    hab ja auch gesagt, dass es ein Einstieg vom Familienspiel zum Strategiespiel sein kann. Wobei ich da einige Spiele kenne, die das besser machen. Und wenn man es als reines Familienspiel sieht, kann man ich deutlich bessere Spiele empfehlen.

    Weiterhin ist bei uns 3/6 auch keinesfalls ein schlechtes Spiel sondern einfach ein durchschnittliches Spiel.
    4/6 bedeutet bei uns immer „gut“ aber eben kein Überflieger. Das gilt auch für das Material.

    Liebe Grüße

    Basti

  24. Ben2

    Zumindest ich bewerte aber das Spiel nicht nur gänzlich nach dem Preis. Ein 10? Spiel ist immer noch schlecht, wenn man Material bekommt, das auseinander fällt. Der Preis „rettet“ das Spiel dann nicht grundsätzlich. Oder sagen wir mal so: günstig heisst nicht gleich billig. Abgesehen davon, kann ein Spiel ja bei den Komponenten durchfallen, aber wenn Spaß und Preis stimmen immer noch positiv bewertet werden. Aber trotzalledem: bei uns ist eine 4 ja praktisch „gut“ Ich habe im Forum schon mal unsere Notengebung erörtert. Aber zum neuen Jahr wird sich einiges ändern bei uns – und damit auch die Notengebung – sie fällt wahrscheinlich gänzlich weg.

  25. Daniel

    das spiel kostet ca. 23 euro….
    dafür ist die Ausstattung mehr als perfekt und über Standard.
    sorry, aber so weit weg von eurer Rezension war ich noch nie….aber schwamm drüber….lol

  26. Basti

    Wir arbeiten dran!

  27. Der Siedler

    Vielleicht wäre es nochmal hilfreich, irgendwo eine Definiton der einzelnen Wertungen zu haben, die ungefähr angibt, was denn eine „3“ nun sagt.

  28. Ben2

    Die Pappcounter sind bei uns praktisch auseinandergefallen(!) und bei den Holzteilen hätte man bei Cuba-Standard vorallem auch in der Farbgebung bleiben können. Und die Sichtschirme sind winzigst und werden leicht beschädigt. Generell: Das Material hat enttäuscht. Der Rest ist sehr schön. Daher die 4. Eine 4 ist doch gut?
    Zum Spiel selbst: wir waren eben der Meinung das der Gelegenheitsspieler überfordert und der Vielspieler extrem gelangweilt sein wird. So kam es bei uns 3en durchwegs an.
    Wenn es dir gefällt ist das doch gut! Unsere Meinung ist kein „Absolut“ 🙂

  29. Daniel

    und für „Aufmachung“ eine 4?
    das finde ich schon fast eine Frechheit
    so tolles material. nur die sichtschirme sind etwas klein.
    aber ansonsten. was sind das für Ansprüche? verstehe ich echt garnicht.

  30. Daniel

    ???
    ich habe dieses spiel seit Wochen
    es hat überall funktioniert
    familie, freunde und in meiner „vielspieler“ Gruppe.

  31. Ben2

    Leider nicht. Denn für Familienspieler ist die Anzahl der Optionen doch überwältigend. Ich hatte wieder die Chance, meine Vermutungen zu bestätigen – ich liebe Weihnachten! Ich werde demnächst ein Familienspiel vorstellen, bei dem ich Fest überzeugt war, dass ein schneller EInstieg praktisch garantiert ist – lag aber daneben. Das ist auch der Grund, weshalb wir der Meinung sind das SdC seine Zielgruppe in allen Kategorien verfehlt.

  32. Daniel

    ich verstehe es nicht.
    leichter Zugang
    perfektes material
    tolle grafik
    schneller einstieg
    abwechslung
    ein PERFEKTES Familienspiel

  33. Basti

    Ist nicht das erste mal, dass wir nicht konform gehen mit der Spielbox. Ich seh da auch kein Problem. Hab auch mit Ben Nobbe gesprochen, ob ich zu negativ bin, aber er war der gleichen Meinung und sagte er hätte auch die 3/6 gegeben, Ben2 auch. Von daher seh ich mich mal bestätigt.

  34. Der Siedler

    Gute Rezi, herzlichen Dank für eure Bemühungen auch über die Feiertage. Lustig finde ich aber, dass das Spiel in der aktuellen spielbox ganz anders wegkommt. Zumindest wird es mit 7/10 Punkten bewertet, was wohl nicht 3/6 entspricht. Naja, Bewertungen sind eben immer subjektiv, deine schien mir aber fundierter.

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