NerdMeetsBen – Brettspiele nur einmal spielen ist doof! / Podcast

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  1. Alexander D.

    Also „wie Rotz“ habe ich jetzt nicht gesagt. Nicht genau so. Also nicht mit den Worten 😉
    Es gibt Leute (ok – eine Person), die mich kritiseren, weil ich schon Skrupel habe, bei Spielen wie Descent oder Korsaren der Karibik, dieses Papp-Inlay wegzuschmeißen oder umzubasteln. Tatsächlich haben mich Freunde, nachdem ich mir Risiko Evolution gekauft habe, gefragt, ob ich das denn überhaupt könnte – so mit Karten zerreißen und so…
    Wie gesagt, dass ihr beide über Leute wie mich herzieht, habe ich so empfunden, weil eben der Einstieg sehr abwertend war. Und ja, ich habe, nachdem du (auch wenn du mit „lustig“ eine sehr abgemilderte Formulierung verwendet hast) diese Meinung bestätigt hast, euch beide über einen Kamm geschert (geschoren?) und den Rest auch sehr negativ aufgefasst. Zumal ich mich eben auch bei diesem Müll-Argument überhaupt nicht wiedergefunden habe.
    Ich finde es übrigens auch falsch, Leute, die 70 € für ein Computerspiel ausgeben und Leute, die 70 € für ein Brettspiel ausgeben direkt zu vergleichen. Wie gesagt, ich habe bei 40 € für ein PC-Spiel echte Gewissensbisse, ob das nicht überzogen ist. Bei 150 € für Wege zum Ruhm (oder war es noch mehr) hatte ich da weniger Bedenken. Ich habe aber auch einige Spiele (Spiel des Lebens, Agathas letzter Wille) hauptsächlich aus nostalgischen Gründen. Witzigerweise kommen diese Spiele sogar relativ häufig auf den Tisch. Da ich (momentan) einfach keine regelmäßige Runde habe und immer wieder mit anderen Leuten bzw nur alle 5 bis 6 Wochen mal mit den selben Mitspielern einen Spieleabend mache, kommen „komplizierte“ Spiele oder Erweiterungen fast nie auf den Tisch. Ich hoffe, ich kann das demnächst ein wenig ändern. Aber wo findet man Mitspieler für z.B. Abenteuer in Mittelerde, Der eiserne Thron oder eben Gloomhaven?

  2. Ben2 Autor

    Das hat EINER von beiden gesagt, als Aufhänger. Das meiste, was du uns gerade vorwirfst, war exakt das was ich DAGEGEN gesagt habe und ein Argument war AUCH, dass man einen Weiterverkauf oder eben NICHT Weiterverkauf als Müll bezeichen kann. Nur weil ich es nicht SOFORT wegschmeiße hat es trotzdem einen Müllwert. Und da habe ich lieder NUR Pappe, als das tolle Plastiktiefziehteil, wie bei Unlock.

    Und das Weiterverkaufen als Testspiel war EXAKT etwas, was wir angesprochen haben. Sogar sehr ausführlich.
    Am Ende darf man eines nicht vergessen: Ich will eine ernsthafte DISKUSSION zu einem Thema und nicht nur gegenseitiges Bauchpinseln und Fans beweihräuchern. Und dazu braucht es eben auch gegensätzliche Ansichten, damit man mal von allen Seiten drüber sprechen kann.
    Führt das zu hitzigen Kommentaren? Ja. Aber ist mir dreimal lieber, dass wir ernsthaft über unser Hobby reden.

    Mein Runewars ist heute noch im so gutem Schuß wie eh und je. Aber ich spiele meine Spiele auch.
    Es ist aber durchaus diese Mentalität, die man mal kritisieren darf.
    Aber ich finde es auch lustig – ich kenne viele Spieler, die mich als ZU penibel im Umgang mit meinen Spielen sehen, da ist es doch erfrischend, wenn jemand zu mir sagt, ich gehe damit um wie Rotz.

  3. Alexander D.

    Ich fand die Art, wie ihr über z.B. Käufer der ablösbaren Sticker für Gloomhaven gesprochen habt, tatsächlich ziemlich abwertend. Wenn ich (und ich fühlte mich angesprochen, weil ich ja für mich schon entschieden hatte, diese ablösbaren Sticker zu kaufen) gleich am Anfang eines solchen Dialogs als „affig“ bezeichnet werde, fühle ich mich beleidigt. Und es beeinflusst auch, wie ich den Rest des Videos wahrnehme. Wenn zwei das gleiche sagen, ist es noch lange nicht dasselbe. Das Müll-Argument ist als solches auch meiner Meinung nach äußerst zweifelhaft. Die Überlegung, dass ich mir ein Kartenspiel kaufe, das ich nach einer Stunde nur noch wegschmeißen kann, ist aber auch unabhängig vom reinen „Müllvolumen“ schon kritisch. Zumal es Alternativen gibt, die das anders (m.M.n. besser) gelöst haben. Unlock produziert keinen Müll, Deckscape auch nicht. Und Noris bietet PDFs an, um die zerstörten Teile zu ersetzen. Daher finde ich es auch schade, dass gerade Exit Preisträger geworden ist. Es hätte Alternativen gegeben, die weniger „Wegwerfprodukte“ gewesen wären. Zumal kaum ein Preisunterschied da ist. Alle von mir genannten liegen bei ca. 10 € – pro Szenario.
    Und wie gesagt, für mich ist einach die Möglichkeit wichtig ein Spiel in Jahren noch einmal spielen zu können, oder es weitergeben zu können. Ich warte auch seit langer Zeit darauf, mal eine Runde zu haben, mit der ich Risiko Evolution spielen kann. Da zerstört man auch Material – aber man baut auch etwas auf. Ich kann später Risiko auf einem Brett spielen, wo ich genau sagen kann „an dieser Stelle hat damals XY dies und jenes gemacht und deswegen … sieht die Gegend jetzt so aus“ oder „heißt die Stadt jetzt soundso“. Ich fände es einfach (am Beispiel von Gloomhaven) schade, wenn ich das durchgespielt habe, Freunden begeistert davon erzähle und es das Spiel aber so einfach nicht mehr gibt. Benutze ich die ablösbaren Sticker, kann ich sagen „Hier: spielt es selber auch mal“. Vielleicht bin ich da aber auch einfach von Descent geschädigt. Da habe ich am Ende viel Geld für die fehlenden Erweiterungen ausgegeben und jetzt habe ich kaum eine Chance an die fehlenden Hauptmannfiguren dran zu kommen. Klar, ich könnte einfach die zweite Edition spielen. Aber nach einmal testspielen, war ich froh, die erste zu haben.
    Ein wichtiges Argument für die ablösbaren Sticker ist auch folgendes (das hatte ich vorhin ganz vergessen zu schreiben): Wenn ich mir ein Spiel kaufe, spiele es zwei mal und stelle fest, dass es nichts für mich ist. Dass es einfach anders ist, als ich es mir vorgestellt habe – dann verkaufe ich es wieder. Bei einem Legacy-Spiel geht das nicht so einfach. Wenn dann so ein Spiel mehr als beide Pandemic Legacy Seasons zusammen kostet, ist es mir das zusätzliche Geld für die ablösbaren Sticker einfach wert. Es minimiert das Risiko von einem Fehlkauf. Zumal man Legacy-Spiele nicht wirklich Testspielen kann.
    Ich habe übrigens durchaus gehört, was du über deinen umgang mit deinen Spielen gesagt hast. Aber ich hatte halt ständig deine Rezension zur Runewars Neuauflage im Hinterkopf. Da fällt das einfach schwer zu glauben, dass wir unter „wie Wertsachen behandeln“ dasselbe verstehen.

  4. Ben2 Autor

    Ich sehe nicht ganz wie „wir“ über Leute herziehen. Wir haben ein Thema besprochen und eines das durchaus valide zu besprechen ist. Und bis auf Dominiks „Aufhängeraussage“ sind wir dann eben differenziert herangegangen und habe beide Standpunkte erörtet.
    Und mir scheint, dass du den Podcast nicht vollständig angehört hast, bevor du darüber hergezogen bist, denn wie du erläutere ich ziemlich lange, wie ich sorgsam mit meinen Spielen umgehe und es schon Wertgegenstände für mich sind.
    Aber lustig, dass du von Intoleranz sprichst, denn wir reden ja gerade davon, dass es intolerant ist, einmal-Spiele als Müllprodukte zu bezeichnen und reden darüber, wo hier die Grenzen sein könnten.
    Schade, dass du dich so persönlich angegriffen fühlst, ich habe mir zu diesem Thema einen besseren Diskurs gewünscht.

  5. Alexander D.

    Also nur weil ihr etwas nicht versteht, braucht ihr nicht dermaßen über Leute herzuziehen, die ihr nicht kennt. Das finde ich einfach nur billigstes Niveau.
    Ich persönlich spiele zum Beispiel lieber Unlock, als einmal Exit auszuprobieren. Und ich werde mir auch für Gloomhaven die ablösbaren Sticker holen, falls ich mir das Spiel kaufe. Nicht weil ich denke, dass ich das Spiel mehrmals hintereinander spielen werde. Aber warum soll ich das Spiel nicht später an mein Kind „vererben“ oder irgendwo verkaufen können dürfen? Nur weil ihr meint, dass das Spiel zum einmaligen Gebrauch da ist, muss das nicht jeder so sehen.
    Abgesehen davon werde ich auch Unlock und T.I.M.E Stories mehrfach spielen. Ich glaube kaum, dass ich mich in fünf oder mehr Jahren noch an alle Rätsel und Lösungen erinnern kann. Ich lese ein gutes Bauch ja auch mehrmals. Meine liebsten Bücher habe ich viermal und öfter gelesen.
    Und ich würde auch auf keinen Fall ein Videospiel für 70 € oder 90 € kaufen. 40 € für X-COM 2 war mir eigentlich schon zu viel – und das habe ich mittlerweile glaube ich drei oder vier mal durchgespielt.
    Teilweise geht es bei den Spielen auch einfach um Respekt vor Sachen, die einmal viel Geld gekostet haben. Meine Verlobte und ich waren entsetzt wie Ben in seiner Rezension zur Runewars Neuauflage mit seinem Spiel umgeht. Alles wahllos und durcheinander in die Schachtel werfen und sich dann mehrfach beschweren, dass die Schachtel zu klein ist. Und sich dann noch über die leute lustig machen, die sorgsam mit ihren Sachen umgehen. Das ist echt ein trauriges Niveautief. Meine oben beschriebenen Bücher zum Beispiel, die ich in Fünfzehn Jahren vier oder fünf mal gelesen und dabei auch in der Schule und sonst wo dabei hatte, habe ich so gut behandelt, dass da auch heute noch keine Seite fehlt und kein Eselsohr oder Wasserfleck drin ist. Warum sollte ich bei Brettspielen andere Maßstäbe bei der Haltbarkeit an den Tag legen?

    Und wenn ihr Leute wie mich immer noch nicht versteht, ist das ok. Aber dann hört wenigstens auf, diese Seite als Portal für eure Intoleranz zu nutzen.

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