CO2 / Rezension

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Wir testen das Spiel „CO2 “ von Vital Lacerda (Giochix.it) und erklären die Regeln sowie die Spielanleitung. Es ist ein Spiel über den Klimawandel, über Umweltverschmutzung und Umweltschutz.

Kurzbeschreibung

In dem Spiel CO2 ist jeder Spieler Manager eines Energiekonzerns. Ziel ist es, den Anstieg der Umweltverschmutzung zu stoppen und gleichzeitig die steigende Nachfrage nach erneuerbarer Energie zu befriedigen – und dabei Profit zu erwirtschaften. Dafür braucht man Fachkenntnis, Geld und Rohstoffe. Auf Energiegipfeltreffen wird weltweites Bewusstsein propagiert und es wird den Konzernen ermöglicht, ihre Fachkenntnisse mit anderen zu teilen und dabei gleichzeitig auch von den anderen zu lernen.

Auf einen Blick

9 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Bossi

    @ Tom: Mal ganz stumpf nachgedacht: Wie warm war es, als das ganze CO2 noch in der Biosphäre war? Na?

  2. Tom

    Habe das Spiel, werde es aber wohl wegen des Themas nicht spielen.

    Das böse CO2. So böse, dass alle Pflanzen sich für jedes bisschen CO2 bedanken. So böse, dass bisher jeder Versuch gescheitert ist, einen Zusammenhang von CO2 und irgendwelchen Klimathematiken aufzuzeigen.

    Über den Klimawandel kann und sollte sich jeder selbst ein Bild machen. Es gibt ja, außer unseren (hysterisch gesteuerten) Print-, Radio- und Fernsehmedien, (noch) das Internet und da kann man so viel drüber finden, dass eine Meinungsbildung möglich erscheint.

    Hier nur mal zwei von sehr vielen Quellen.

    Einmal aus der (nicht politischen) Wissenschaft:

    https://www.youtube.com/watch?v=L85aOya982g

    Und einmal aus der Szene der „Verschörungstheoretiker“:

    https://www.youtube.com/watch?v=L85aOya982g

    Bin gespannt, wie lange wir überhaupt noch über dieses Thema diskutieren dürfen. Irgendwann kommt dann vielleicht, wie in anderen Bereichen schon vorhanden, ein Gesetz, das schon alleine die Diskussion und das Hinterfragen eines Themas unter härteste Strafe stellt.

    Wir wollen ja nicht unterstellen, dass irgendwelche wirtschaftliche Interessen damit verbunden sind. Oder dass dem Verkauf des Spiels das Thema gut getan hätte …

    Ach übrigens, bei jedem Ausatmen hauen wir CO2 raus. Man könnte doch einfach denen, die nicht „richtig“ und konform denken, das Atmen verbieten und schon hätten wir einen wunderbaren Beitrag zum Klimawandel 😉

    Es gehört ja schon fast zum guten Ton, Wissenschaftler, die nicht konform denken, als Pseudowissenschaftler zu klassifizieren und Leute, die etwas weiter ausholen und Hintergründe beleuchten, als Verschwörungs-Theoretiker zu bezeichnen.

    Wer heute durch die Gegend rennt und Ideologien nachplappert, ohne sich umfassend selbst informiert zu haben, ist m.E. nichts anderes als ein (sehr gefährlicher) religiöser Fanatiker.

    Nachdem Spieler i.A. eher zu der intelligenteren Art gehören, hier die Bitte an alle nicht-Fanatiker: spielt das Ganze doch mal durch 😉

  3. Andi H

    In meinen bisherigen Spielen (wie gesagt 3 und 4 Spieler) war es nicht wirklich knapp von der Verschmutzung her. Deshalb kam dieser kooperative Aspekt (zum Glück) nie zum tragen. Ich käme anfangs auch gar nicht auf die Idee, dass man das kooperativ angehen sollte. Nur wenn es absehbar knapp werden sollte, kann man den Führenden zwingen, eben Kraftwerke zu bauen bzw. Vorlagen dafür zu geben nach dem Motto „Du willst doch nicht verlieren.“ Das könnte demnach eine Catch-Up-Mechanik sein. Wie auch immer, ich denke man sollte sich nicht vom semi-kooperativen Charakter abschrecken lassen, da er nach meinem Empfinden fast nicht existent ist.

  4. Mahmut Dural

    Ich habe das Spiel zu fünft in Essen angespielt. Meine Runde liebt Vinhos, so das wir den neuen Lacerde auch ausprobieren wollten. Wir fanden das Spiel nicht schlecht, aber fanden, dass die kooperative Ader, das Spiel irgendwie kaputtmachte. Wieso soll ich mithelfen, wenn es mich den Sieg kostet? Hieß es später von Einigen. So richtiger Spielspaß kam nicht auf. Man entscheidet zusammen, aber zum Schluß gewinnt Einer, dem man unfreiwillig helfen musste.
    Somit schreibt einem das Spiel einiges vor.
    Aber wie gesagt, dieses Gefühl hatten wir nach dem einmaligem Spielen.
    Soll also nicht heißen, dass das Spiel schlecht ist, nein im Gegenteil, wir sahen Potenzial, aber noch ne 2. Chance wollten 3 von 5 Leuten dem Spiel nicht mehr geben und keiner hats gekauft. Gab einfach bessere Titel auf der Messe.

  5. Hans Huehnchen

    Ich schließe mich dem Mahmut an und wünsche auch alles Gute zum Geburtstag.

    Zu CO2: Ich finde das Spiel hört sich nicht nur komplex an, sondern wirklich kompliziert, da es wenig intuitiv zu sein scheint. Die Rezi ist gut gemacht, ohne Frage, aber wo die Rezi zu Vihos Lust auf mehr gemacht hat, schreckt mich diese etwas von dem Spiel ab, trotz des positiven Fazits. Ich hatte es zu Essen noch auf dem Radar, irgendwie ist es aber untergegangen. Dafür spricht mich Ground Floor umso mehr an. Danke für die beiden Einschätzungen der Spiele.

  6. Basti

    Ich find das Spiel super, wenn man sich durch die Anleitung gekämpft hat. Am besten nimmt man gleich die Englische Regel zur Hand, die etwas besser ist.
    Knallhartes Eurostrategiespiel, das viel Abwechslung bietet und einiges an indirekter Interaktion zulässt. Die Lernkurve geht nach der ersten Partie steil nach oben.

  7. Mahmut Dural

    Hallo Ben, wünsche dir alles alles Gute zum Geburtstag! Lass dich feiern und reich beschenken.
    Verspielte Grüße
    Mahmut

  8. Andi H

    Insgesamt finde ich CO2 auch ein sehr schönes Spiel. Gerade durch das Ausnutzen, dass man ein Projekt weiterführt, was ein anderer gerade vorgeschlagen/umgesetzt hat, kommt einiges an Interaktion hinein. Den Zertifikate-Markt finde ich auch sehr gelungen.

    Ein paar Punkte sind mir aber auch negativ aufgefallen. Ich finde das Spiel ziemlich anstrengend. Damit meine ich die vielen kleinen Regeln, auf die man achten muss und dass man den Spielablauf korrekt durchführt (richtige CEP Zyklus, CEP nicht vergessen zu zahlen für Installation, alle Schritte beim Kraftwerksbau abhandeln usw.). Nach jeder meiner drei Partien war ich relativ erschöpft. Zum Glück war bisher immer bereits eine Runde früher Schluss (da Emission reduziert wurde); eine weitere Runde (5.Dekade) wäre wohl von meinen Spielrunden nicht begrüßt worden.

    Da keine Engine aufgebaut wird (abgesehen von der Expertise), kann man auch gegen Ende des Spiels nur so viel machen wie bereits am Anfang (oder sagen wir ab der 2. Dekade). Das Finale kann daher recht antiklimaktisch sein. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass das Spiel im großen und ganzen ein Rennen um die UN-Karten ist und sich in der 3-4 Dekade entscheidet. Das Ziel ist also, möglichst schnell viele verschiedene Kraftwerkstypen zu bauen. Nach drei Spielen (nur 3 oder 4 Spieler) kann ich aber noch nicht sagen, ob alle Spiele so ablaufen.

    Ich denke, von Verlagsseite könnte das Spiel noch mehr Feinschliff vertragen. Dieser Aquarelle-Hintergrund (bei allem: Agendaplättchen, Konferenzen, Karten) ist ziemlich anstrengend. Wie von Ben erwähnt, verschwindet das Biofuel-Symbol praktisch im Hintergrund. Die Karten haben dazu noch (nahezu) identische Rückseiten. Nach meinem Geschmack hätte das Design etwas mehr auf Spielbarkeit hin getrimmt werden können (einfarbige Hintergründe und etwas gesättigtere Farben würden ausreichen). Die Regeln… ja die Regeln sind (unabhängig von der Übersetzung) eine ziemliche Zumutung: Blocktext mit eingestreuten Kommentaren, insgesamt unübersichtlich, an manchen Stellen unklar (siehe FAQs auf BGG).

    Meine Kommentare sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich das Spiel insgesamt sehr gut finde. Diese sollen eher als Ergänzungen meinerseits zu Bens sehr positivem Fazit gesehen werden.

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