Terraforming Mars / Rezension

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Wir rezensieren das Brettspiel Terraforming Mars. Es ist nominiert als Kennerspiel des Jahres 2017. Fotos sowie die Anleitung zum Herunterladen findet Ihr unter https://gesellschaftsspiele.spielen.de/alle-brettspiele/terraforming-mars/. Kanal abonnieren: https://www.youtube.com/channel/UCe0yPiCNRV0bXv0m0dubuNA?sub_confirmation=1.

Kurzbeschreibung

Konzerne wetteifern darum, den Mars in einen bewohnbaren Planeten umzuwandeln. Sie wenden gewaltige Ressourcen auf und nutzen neue Technologien, um die Temperatur zu erhöhen, eine atembare Atmosphäre und Ozeane voller Wasser zu erschaffen. In Terraforming Mars kontrolliert jeder Spieler einen Konzern und kauft und spielt Karten, die verschiedene Projekte beschreiben. Diese Projekte haben oft einen direkten oder indirekten Einfluss auf den Terraforming-Prozess, wobei sie auch aus Geschäftsvorhaben unterschiedlicher Art bestehen können. Das Spiel endet, wenn ausreichend Sauerstoff zum Atmen auf dem Mars entstanden ist, für erdähnliches Wetter ausreichend Ozeane vorhanden sind und die Temperatur deutlich über dem Gefrierpunkt liegt.

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  1. Frank Jaeger

    Hallo Sebastian,
    ganz nachvollziehen kann ich deine Bewertung nicht, darum möchte ich gerne meinen Eindruck davon wiedergeben. Ich fasse mal die negativen Punkte zusammen:
    – Kartengrafik gefällt dir nicht.
    – Spielertableaugrafik gefällt dir nicht.
    – Die Spielertableaus gleichen Tapsigkeit nicht aus, falls man dagegenstößt.
    – Du verlierst bei komplexen Spielen den Überblick über Kartenauslagen.
    – Dir fehlt ein „min“ vor Kartenkonditionen.

    Das sind zuerst zwei Punkte, die völlig Geschmackssache sind – grafische Diversität, die beispielsweise bei Magic immer besonders gelobt worden ist, zumal du die klare Grafik der Spielbretter, als selbige auf den Karten wieder aufgenommen wird, später gesondert lobst. Geschmackssache, würde ich sagen.

    Der dritte Punkt trifft auf viele Spiele zu: wenn ich so gegen das Schachbrett rammele, dass die Figuren umfallen, kann ich von vorne beginnen, und genauso sollte man nicht heftig gegen das Spielbrett von Pandemie stoßen, sonst kann man versuchen rauszukriegen, wo in Südostasien die roten Klötzchen nun genau lagen, und bei Spielen wie Eclipse, Burgen von Burgund oder Core Worlds ist das auch nicht anders. Spielst du eigentlich gerne Mikado oder Jenga? 😉 Aber zugegeben, ich habe auch die Plexiglas-Overlays gekauft.

    Was die Übersichtlichkeit betrifft: Das kommt erst in den letzten Runden zum Tragen, und da die Karten und Effekte erst nach und nach auftauchen, kann man da meiner Erfahrung nach schon den Überblick behalten. Wobei es bei vielen Karteneffekten einfach auch nicht wichtig ist, sie sich zu merken, weil sie „Siegpunktemaschinen“ sind, bei denen man am Spielende für jeweils X Klötzchen einen Siegpunkt bekommt. Die kann man auch ognorieren, das macht der jeweilige Spieler im Siegpunktrennen halt einmal pro Runde. Aber die Karteneffekte machen natürlich einen Teil des Spiels aus, wie beispielsweise auch bei Race For The Galaxy und zahlreichen anderen Spielen. Da diese blauen Karten geschätzt etwa ein Drittel aller Karten ausmachen und nie alle ausgespielt werden, meine ich, dass ungefähr zwei bis drei Dutzend Kartenaktionen am Spielende keine übermäßige Komplexität darstellen, besonders unter Berücksichtigung der genannten Siegpunktkarten.

    Das fehlende „min“ ist richtig, allerdings eine simple Regeldefinition, die man nach dem ersten Spiel weiß.

    Ich sehe keine negative Anmerkung zum Spiel selbst, zu Mechanismus, Spielspaß und Funktion. Das deckt sich mit meiner Einschätzung, denn Terraforming Mars ist das Spiel, das ich in den letzten 10 Monaten am häufigsten gespielt habe. Ich wundere mich dabei nur über die doch mittelmäßige Bewertung des Spiels, das unter Berücksichtigung der Kritikpunkte meiner Ansicht nach unter Wert geschlagen wird.

    Noch eine Anmerkung zu eurer Zeitangabe: 180 – 210 Minuten empfinde ich als viel zu hoch gegriffen. Ich habe noch nie 3 Stunden Terraforming Mars gespielt. Ich setze für eine Partie zwei Stunden an, mehr nicht.

    Ich bin gespannt auf die Bekanntgabe des Kennerspiel-Preises. Mein Favorit ist Terraforming Mars. Mal sehen, wer Recht haben wird. Am Ende ist es natürlich immer Geschmackssache, aber ich meine, die inhaltliche Stimmigkeit des Themas mit den Mechanismen machen TM zu einem herausragenden Spiel des Jahrgangs.

    Liebe Grüße
    Frank.

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