Hawaii / Rezension

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Wir testen das Spiel „Hawaii“ von Greg Daigle (Hans im Glück) und erklären die Regeln sowie die Spielanleitung.

Kurzbeschreibung

In Hawaii bewegen sich die Spieler auf einem Spielplan der in jedem Spiel neu zusammengestellt wird. Dies gilt es taktisch richtig zu nutzen. Doch wann und wie? Ist die eine Hütte nächste Runde noch vorhanden? Oder gibt es das Schiff noch zu diesem günstigen Preis? Erreiche ich in dieser Runde das Zwischenziel oder konzentriere ich mich lieber auf die nächste Runde?

45 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Jochen

    Diese „Kultrezension“ von Ben2 ist wohl eine der besten Videorezensionen da sie direkt, schonungslos und nachvollziehbar ist. Irgendwie tut sie dem Spiel sogar gut. Ich für meinen Teil bin nun motiviert herauszufinden ob die 1-Insel-Strategie tatsächlich übermächtig ist.
    Zu Schade dass Videorezensionen so selten auf Balancefehler eingehen, bzw. Schwierigkeiten in der Spielbalance aufzeigen. Das interessiert mich viel mehr als die Beschreibung der Spielabläufe. Diese kann ich in der Regel lesen.

  2. Ben2

    Was ich im Vergleich zu LeHavre lobend erwähne das sogar das Gegen den Strich spielen ausbalanciert ist, eben ganz im Gegensatz zu Hawaii

  3. Zottelmonster

    Hi Ben,

    vielleciht auch nochmal von mir kurz eingeworfen. Ich finde deine Argumentation im Fazit durchausnachvollziehbar. Und, wie auch deine Belobigungen, fällt dann eben auch diene Kritik sehr radikal-emotional aus. Ich persönlich find das in beide Richtungen ein bisschen zu viel, aber das ist Meckern auf hohem Niveau…

    Die Kritik zum Fazit finde ich aber auch an drei Stellen nachvollziehbar. Zum Einen ist die Hawaii kein Familienspiel und wollte das glaub ich auch nie sein. Das man trotzdem über die vielen kleinen, Zusatzregeln meckern kann, ist unbenommen. Zum Zweiten ist das Abwägen der Strategien gegeneinander sehr verkürzt dargestellt, du gehst auf eine Strategie ein, die du als „Gegen die Spielidee“ kennzeichnest und die möglicherweise übermächtig ist. Das wird von dir stark kritisiert. Hier hätte vielleicht ein ausführlicherer Verglecih mit anderen Strategien deine Meinung mehr unterstützt.
    Daran anschließend ziehst du einen Vergleich zu „Le Havre“, in dem du das Spiel lobst, weil es einem auch Optionen bietet, die einem Siegmöglichkeiten einräumen, obwohl sie „gegen die Spielidee laufen“. An dieser Stelle konnte ich deine Argumentation nicht nachvollziehen, da du Dinge an „Le Havre“ lobst, die du an „Hawaii“ harsch kritisierst. Soweit meine Einschätzung, warum dem „Konsumenten“ diese Rezension aufstoßen könnte.

    Aber insgesamt kann ich diene Meinung verstehen. Mich haben in meiner einen Partie die vielen kleinen Zusatzregeln genervt und die Spielmachanik fand ich an vielen Stellen unnötig umständlich. Man hätte bspw. entweder Fische oder Inseln rauslassen können und die Boote irgendwie noch vereinfachen, um nur einen Punkt zu nennen.

  4. Andreas B.

    Wenn es so angekommen ist, ist es ja gut!
    ….puh……! 🙂

    Na denn, wir sehen uns ja evtl. beim „Essen“! 😉
    Schönes Wochenende, Ben.
    Andreas

  5. Ben2

    Vielen Dank Andreas – das fand ich war sehr sehr hilfreich und wird gerne in Zukunft verarbeitet. Bin sehr gerührt von dieser äußert informativen und konstruktiven Kritik.

  6. Andreas B.

    @Ben:
    Wie schon gesagt: Ich (was andere sagen, dafür kann ich nichts) möchte nicht, dass du nicht Kritik übst. Da wäre eine Spielekritik ja ad absurdum geführt. Doch wie heißt es noch gleich? „Der Ton macht die Musik“. Folgt auf sachliche Begründungen eine „emotionalgestützte Tonnenrede“, dann überlagert sie die sachlichen Inhalte. Und das würde mich an deiner Stelle furchtbar ärgern. Du gibst dir soviel Mühe mit all deinen Rezensionen. Und das merkt man besonders in den gut recherchierten Anteilen. Da finde ich es einfach schade, dass deine ganze harte Vorarbeit dadurch verblasst.
    Tut mir leid, aber ich weiß nun nicht mehr, wie ich es dir anders erklären soll.

    @Basti:
    Hallo Basti,
    da ich das Beispiel von Santiage de Cube nicht angebracht habe, kann ich dazu auch nichts sagen.
    Zum Spiel selber: Ich habe es zwar zu Hause liegen, aber es wird wohl auch nie ganz „mein“ Spiel werden.

    Lg, Andreas

  7. Basti

    Jetzt möchte ich doch mal wissen, wo meine Rezension zu Santiago de Cuba unsachlich war. Her mit den Zitaten! Ich denke sachlicher kann man das eigentlich nicht mehr vortragen! Nur weil ich es nicht gelobt habe …? Ich habe das sehr repsektvoll gemacht, denn das war mir dabei sehr wichtig.

    Ich habe das Spiel übrigens noch einige Male gespielt und mittlerweile würde es bei mir noch deutlich schlechter wegkommen.

  8. Ben2

    Ich kann die Kritik zu „emotional in die Tonne kloppen“ schon sehr gut nachvollziehen.

    Und ich verstehe auch sehr gut warum viele dann sehr emotional auf die Kritik eines „ihrer“ spiele so reagieren. Ich dachte jedoch, dass die sachlichen Gründe die ich anführe ( ich erläutere ja sogar Beobachtungen) das Ganze ausreichend unterstützen. Wenn dem nicht so war – gelobe ich Besserung.

    Ich sehe uns aber auch – und da komme ich auf das Vertrauen unserer Zuschauer zurück – verpflichtet weiterhin unabhängig und ehrlich zu rezensieren ganz gleich um welches Spiel es sich handelt.

  9. Andreas B.

    Nun Ben,
    mir fallen da einige sehr gute Videorezensionen ein. Deine zu Mage Knight (was für ein Spiel!) z.B. Du hast einen guten Überblick über die Elemente und Struktur erarbeitet und diese gut vermittelt. Und dein Fazit war sehr emotional und auch ansteckend. Die war klasse! Und da gibts auch noch einige andere von dir.
    Und nur um meine Aussage nochmal zu verdeutlichen: Ich möchte nicht, dass du deine Meinung zu Hawaii änderst. Ich denke nur, dass es einen Unterschied macht, ob man aus vollem Herzen emotional lobt, oder aus dem selbigen emotional „in die Tonne kloppt“. Mag sein, dass ich hier nun Birnen mit Äpfeln vergleiche, aber….. Im Bereich der sozialen Kompetenzen ist es doch genau so. Sachliches Loben dringt nicht so tief wie emotionales Loben. Emotionale Kritik dringt viel tiefer als sachliche Kritik. Daher denke ich, dass du Viele hier bei diesen Kommentaren falsch deutest. Die wollen nicht, dass du das Spiel magst. Die fühlen sich nur bei einem Spiel, welches sie mögen, etwas hart angegangen. Ja und das kann ich dann wieder verstehen. Vermutlich möchtest du dir als Rezensent das Vertrauen deiner „Zuschauer“ erarbeiten?! Dann könnte das dabei helfen.
    😉

    P.S.: Aufgrund deiner (alleinigen!) Empfehlung hin, habe ich mir übrigens die Issmouth-Erweiterung zugelegt. War ein guter Tip!

  10. Ben2

    ach ja, und wie siehst du uns von Ausdruck her unprofessionell ( und was ist sein Beispiel für eine professionellere deutsche videorezension?) rein informativ, bin gerne offen für Verbesserungen aber man sollte nicht vergessen, dass wir das ehrenamtlich und in unserer Freizeit machen, und nicht etwa gegen Geld.

  11. Ben2

    Santiago de Cuba war allerdings Basti. Ich nehme Kritik gerne an, allerdings bin ich Rezensent mit einer Meinung die ich erarbeitet habe. Nur weil jetzt einige nicht meiner Meinung sind werde ich diese garantiert nicht ändern. Es sei denn sie basierte auf faktischen Fehlern. Dann werde ich gerne eine Korrektur vornehmen.

    Zu der Kritik. Ich finde nicht dass wir unsachlich sind. Schlicht weil ich ausführlich im Fazit bin und klar und deutlich meine Gründe vortrage. Unsachlich fände ich es dann wenn ich emotionale Gründe geben würde. Aber das war nicht der fall. Da wir allerdings gerne emotional VORTRAGEN, dass stimmt. Das ist mir aber auch wichtig.

  12. Daniel

    ich muss andreas recht geben:

    andere rezensionen sind vom ausdruck her professioneller.

    kritik nehmen sich die bens leider nicht oder kaum an.
    „ich habe meine Meinung und bleibe dabei“ so kommt es mir manchmal vor. leider . . .

    ich sehe mir die rezensionen hier gerne an. aber mir sind sie auch oft zu „persönlich“ und zu „unsachlich“.

    die rezensionen zu hawaii, santiago de cuba und einem anderen stichsspiel (komme gerade nicht auf den Namen) finde ich da besonders bezeichnend.

  13. Andreas B.

    Hallo Ben,
    erstmal ein Dankeschön von mir, für die Arbeit (und das Vergnügen), die Basti und du euch mit den Videorezensionen macht.
    Nun, ich persönlich habe Hawaii (ich nenne es mein Eigen) erst einmal gespielt. Nicht, weil ich es nicht mochte. Ehr durch die Vielzahl an anderen Spielen, die immer mal auf dem Tisch landen. Somit liegt mir hier ein Beitrag zur Qualität des Spiels fern. Ich für meinen Teil habe gar nichts dagegen, dass du Hawaii nicht magst. Warum auch?! Im Gegenteil, es juckt mich in den Fingern, es nu wieder raus zu holen, um mir eine eigene fundierte Meinung zu bilden.
    Ich denke, das einzige worauf wir alle achten sollten ist, dass wir als „Experten“ dazu neigen zu schwafeln (siehe mein eigenes erbrachtes Beispiel 😉 ) Für mein Empfinden ist es wohl das schwierigste bei journalistischen Tätigkeiten, das eigene Ego und den Sarkasmus mal hinten an zu stellen. Ehr Gespieltes zu beschreiben und dies in angbrachter „seriösen“ Art und Weise zu vermitteln. Udo Bartsch oder Sarah Kestering, z.B, haben, für meinen Geschmack, da ein gutes Mittelmaß gefunden. Die Rezensionen machen Spaß zu lesen. Sie sind lebendig und oft emotional. Aber nie „beleidigend“ gegenüber dem Spiel. Auch ihre Meinung teile ich nicht immer. Und ich würde nie ein Spiel aufgrund ihrer alleinigen Meinung kaufen oder ignorieren. Da möchte ich viele Stimmen hören (halt auch eure). Aber ihre Art der Rezension, wie sie an Spiele heran gehen, mag ich. Weil respektvoll! Und das zählt bei mir immer mehr.

    Lieben Gruß und viel Spaß beim spielen (übrigens auch bei Hawaii) 😉
    Andreas

  14. Heiko Kauffmann

    Hallo Ben!

    Das will ich doch schwer hoffen das die Ergebnisse deiner Analyse selbst erarbeitet sind, es ist ja schließlich deine Rezi. Das hat auch niemand behauptet das deine Rezi von den Erfahrungen anderer lebt. Hier geht es ja nicht ums Spicken. 😉

    Meinungen und Ergebnisse anderer reflektieren gehört aber auch dazu, aber das machst du ja sicherlich. 😉

    Alles wird gut.

    Gruß Heiko

  15. Braz

    Hi Heiko,

    „Die anderen haben es halt höher (über deinere Wertung) bewertet als du aber nicht überbewertet.“

    Hmm… Ansichtssache 😉 Wenn andere das Spiel höher bewerten, dann ist das Spiel für mich (!) doch überbewertet, oder etwa nicht?! Ich habe dem Spiel z.B. 3 Punkte auf Hall9000 gegeben….der Schnitt der anderen liegt bei „5“. Die Note „5“ halte ich für zu hoch.
    „Überbewertet“ beinhaltet ja nicht gleichzeitig, dass ich den anderen keine kompetente Meinung zutrauen würde….Spiele sind nunmal Geschmackssache und jeder hat einen anderen Focus, was für ihn Spielspaß bedeutet oder ein gutes Spiel ausmacht. Jemand, der sehr analytisch unterwegs ist, dem mag der Punkt mit den „Füßen“ oder mit den „Hütten und Dorfvergrößern“ (oben angesprochen) vielleicht rel. egal sein. Er ist an der Mechanik interessiert und diese reizt ihn. Ich hingegen möchte bei einem grafisch stimmigen Spiel nicht andauernd denken müssen, dass ich (!) es für unlogisch oder „nicht passend“ empfinde. Das nimmt mir den Spielspaß…mal ganz abgesehen von dem Punkt, ob das Spiel nun ein Gelegenheitsspielerspiel oder ein Vielspielerspiel ist. Also ich möchte daher nicht so weit gehen, dass ich behaupte, dass andere das Spiel fehleinschätzen. Das wäre vermessen. Spiele sind nunmal Geschmackssache.

    „Ich hätte dir das übrigens nie unterstellt, dass du den anderen ihre Ahnung absprichst.“
    Ich weiß. Ich wollte es dennoch anführen, bevor der Verdacht aufkommt 😉

    Grüßle
    Braz

  16. ben2

    @Heiko „der Strategisch, Taktischen Analyse“ – ich sehe mich da nach wie vor sehr sicher, da meine Beurteilung hier nicht auf Erfahrung anderer Leute, sondern meiner eigenen basiert. Die von mir gesetzten Analysen sind selbst erarbeitet und nicht abgesehen. Daher bleibe ich bei meiner Einschätzung.

  17. Heiko Kauffmann

    Hallo Braz!

    Gut, dann ist aber der Begriff „überbewertet“ meines erachtens hier doch fehl am Platz, denn die Überbewertung nehmen ja die anderen vor und nicht du und damit impliziert das deiner Meinung nach eine Fehleinschätzung der anderen.

    Die anderen haben es halt höher (über deinere Wertung) bewertet als du aber nicht überbewertet.

    Ich hätte dir das übrigens nie unterstellt, dass du den anderen ihre Ahnung absprichst.

    Kommunikation ist halt oft eine schwierige sache, besonders im Internet.

    Gruß Heiko

  18. Braz

    Hi Heiko,

    „Ich höre immer wieder das Spiele überschätzt oder überbewertet sein sollen, aber was bedeutet das eigentlich? Das kling so nach dem Motto die Leute hätten sich ihren Spielspaß nur eingebildet.“
    Oh nein, bitte nicht so auffassen: Für mich (!) ist das Spiel überwertet. Jeder für sich mag da natürlich anderer Meinung sein. Der Spielspaß ist bei diesem Spiel bei mir (!) einfach nicht vorhanden. Inhaltliche Unstimmigkeiten + Spielmechaniken tragen bei mir (!) dazu bei, dass mir das Spiel einfach nicht gefallen mag. Nehm ich nun meine persönliche Meinung zum Spiel und vergleiche sie mit dem DSP-Voting oder den BGG-Rating, so komme ich für mich zum Schluss, dass es für mich (!) überwertet ist. Grund kann hierbei sein, dass viele die inhaltlichen Unstimmigkeiten im Spiel einfach nicht stören etc.
    Aber es liegt mir fern, jnd, der das Spiel mag, nahezulegen, dass er keine Ahnung davon habe… ;c)

  19. Heiko Kauffmann

    Hallo Hans!

    Mir geht es ja gerade im Zusammenhang meines Postings um Bewertungen der Allgemeinheit, aber hauptsächlich um den Bereich einer Rezi der mit Geschmack am wenigsten zu tun hat, nämlich der Strategisch, Taktischen Analyse. Der will gut durchdacht sein. Hier bringt die Masse die größte Substanz in einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, wenn ich das mal so ausdrücken darf.

    Das ist halt auch der schwierigste und sensibelste Teil einer Rezi, der auch am angreifbarsten ist. (Siehe mein Posting oben).

    Hallo Braz!

    Ich höre immer wieder das Spiele überschätzt oder überbewertet sein sollen, aber was bedeutet das eigentlich? Das kling so nach dem Motto die Leute hätten sich ihren Spielspaß nur eingebildet. Es können höchstens sichere Siegstrategien noch nicht aufgedeckt worden sein, was bei Entdeckung dann den Spielspaß sinken läßt. Das ist aber bei Hawaii wohl nicht der Fall weil es eine solche Strategie nicht gibt oder nur sehr schwer zu entdecken zu sein scheint. Unterschätzt hingegen kann ein Spiel schon eher wenn ich z.B. Facetten eines Spieles noch nicht erkannt habe oder ich immer auf die gleiche weise Spiele.

    Hach, das wäre doch mal eine Diskussion auf Spielbox wert, oder?

    Gruß Heiko

  20. Hans Huehnchen

    Wenn man sich die Graphiken bei BGG genauer unter die Lupe nimmt, sieht man bei vielen Spielen die Gaußsche Normalverteilung, eine glockenförmige Kurve. Die meisten Stimmen hat Hawaii bei 8 Punkten, ein Waka Waka bei 6 Punkten. Da kann man auf den Geschmack der Allgemeinheit schließen, aber nicht auf den des einzelnen. Auch wenn die Mehrheit der Spieler das Spiel mag, sind Extremmeinungen vorhanden und durchaus legetim. Ich finde, Ben hat gut dargestellt was ihn stört, bin aber nicht einer Meinung mit Ben und spreche hiermit eine deutliche Kaufempfehlung für Hawaii aus! 🙂

  21. Braz

    Hi Heiko,

    Ich antworte einfach mal, obwohl du explizit Ben ansprichst:

    „Ich bin keiner der sagt man muss immer brav rezensieren, kann auch konträrer Meinung sein, aber wenn ein Vielspielerspiel 3. beim DSP wird, bei BoardGameGeek einen Schnitt von 7,44 bei 1160 Ratings hat und bei Luding 19 Rezensenten der Meinung sind das Hawaii ein mindestens gutes Spiel ist, dann würde ich zumindest nochmal überdenken ob man dieses Spiel lieber in die Tonne kloppt als es zu Spielen.“

    Ich für meinen Teil mag das Spiel aus oben genannten Gründen nicht und habe zudem
    die gleiche Meinung zum Spiel wie Ben, jedenfalls wenn ich seinem Fazit im Video folge. Warum gefällt es aber so vielen Leuten? Ehrlich gesagt will ich ja keinem sein schönes Spiel schlecht reden und jeder soll sich doch selbst seine Meinung zu etwas bilden, aber Hawai halte ich für absolut überschätzt und mir macht es einfach keinen Spaß. Ehrlicher Weise muss man auch dazu sagen, dass mE nicht alle top Spiele des Jahrgangs im DSP gelistet wurden. Das kann verschiedene Gründe haben (verfügbarkeit, wie im Fall von Vanuatu / erst rel. späte deutsche Lokalisierung wie im Fall von Magr knight etc.).
    Aber letztendlich ist es doch bei einem Spiel wie mit einem Gericht: Das subjektive Empfinden und der Spielspaß muss passen. Ist das einfach nicht bei einem zu einem Spiel vorhanden, na dann empfindet er eben das Spiel für weniger gut, vielleicht sogar als schlecht, so wie ich dies im besagten Fall tue, wobei ich nicht sagen würde, dass das Spiel für mich schlecht ist….es ist mE eher Mittelmaß und von dem habe ich schon genug Spiele daheim. Es wird sich weisen, wie lange das Spiel gespielt wird…ich tippe mal aber auf eine kurze Lebensdauer.

  22. Heiko Kauffmann

    Jungs, ihr macht das ja echt super und ich seh‘ euch wirklich gern, aber warum musst du Ben jetzt eine für mich völligst unverständliche Rezi bringen. Echt ärgerlich, schade, schade, schade.
    Über Geschmacksfragen möchte ich mich gar nicht auslassen. Das hängt eben von vielen Umständen, Vorlieben und Gegebenheiten ab, die zwar diskussionswürdig aber nicht angreifbar sind. Das ist ja auch völlig in Ordnung. Jedoch bringst du lieber Ben eine Verkettung von Annahmen und Interpretationen die das Fazit immer schlechter ausfallen lassen, die aber meines Erachtens wie eine Art ?Folgefehler“ wirken.

    Thema Zielgruppe: Die Hauptzielgruppe sind überwiegend die Vielspieler. Der 3. Platz beim DSP zeigt es. Da du die vielfältigen ausgewogenen Möglichkeiten Siege zu generieren nicht annimmst oder scheinbar falsch gewichtest trotz deiner ca 25 Partien, kannst du das Spiele wohl dieser Gruppe nicht zuordnen was bei dir ja ein gewichtiges Argument gegen das Spiel ist.

    Thema Strategisch, Taktische Analyse: Als Analytiker und Mechanismenfan spiele ich überwiegend Eurogames. Mir ist das Balancing eines Spiels sehr wichtig. Hier wäre ich mit dem Brustton der Überzeugung sehr vorsichtig, weil sich dieser Bereich vom Geschmäcklerischen sehr entfernt. Es sind schlicht überwiegend ?Rechenexempel“. Hans im Glück, bisher in diesem Bereich einer der Spitzenverlage und gefühlt 90% der Vielspieler, die in der Regel sehr empfindlich auf unbalancierte Spiele reagieren werden bei dir abgewatscht und liegen deiner Meinung nach alle daneben.
    Von dir wird einfach angenommen wie ein Spiel wohl gedacht ist und damit würgst du dem Spiel nochmal eins rein. Das am schnellsten zu erkennenden Strategiepaar 1-Dorf-Strategie oder Viele-Dörfer-Strategie ist wohl einer der Grundlagen des Winkels. Das solche“ Extremstrategien“ dem Konzept entsprechen liegt doch auf der Hand. Das eröffnet doch erst die vielen Möglichkeiten. Warum greifst du das an? Dazu kommen noch die Inseln als alternative Fußnutzung und die Rundenendwertung um die Interaktion aufzuwerten und eine weitere Strategiemöglichkeit zu bieten was dir scheinbar zu viel des Guten ist. All das sind doch wunderbare Vernetzungen die das Ganze zu einem Runden Spiel werden lassen wie bei anderen Spielen auch die du top bewertest. Gerade weil du ein erfahrener Spieler bist komme ich nicht hinter die Gründe.
    Le Havre (das ich auch sehr schätze)finde ich übrigens weniger gut ausgewogen. Da ist mir die Kombi Zeche-Kokerei -Stahl zu stark.

    Thema Strategieanwendung: Die 1-Dorf-Strategie ist eine gute aber bei leibe nicht übermächtige Strategie. Sie ist auch riskanter eben weil man jedes Plättchen nur einmal haben darf. Da müssen Preise und Mitspieleraktionen schon passend zusammenspielen. Wie kommst du auf die Aussage der absurd vielen Punkte?
    Die Speere sind das klassische Element des Punktehamsterns. Die bringen genauso viele Punkte pro Plättchen wie ein gut genutzter Gott. Wo ist das Problem? Ich persönlich spiele bisher wenig mit Speeren habe aber schon oft gegen Punktehamsterer mit 5-6 Speerpunkten gespielt und gewonnen. Auch ohne Speere hab‘ ich um die 140 und mehr Punkte im Vierspielerspiel erreicht. Aber hier sagst du ja noch nicht mal, dass die zu mächtig sind, sondern dass sie dir im Vergleich zu viele Punkte bringen. Das wiederum erhebst du zu einem Schwerpunkt deiner niederschmetternden Kritik. Warum? (Folge: unausgewogen, Folgert: kein Vielspielerspiel, Folgert: keine Zielgruppe, Folgert: Tonne ;>) Es ist mir alles sehr Rätselhaft.
    Also: ich bin ein ruhiger Typ und ich schreibe selten was im Internet aber so absurd es klingen mag, diese Rezi hat mich die letzten zwei Tage richtig beschäftigt, weil ich euch mag, weil ich eure Kompetenz bisher immer geschätzt habe und weil deswegen letztlich die Rezi (zumindest was den Analytischen Teil betrifft) völlig ungerechtfertigt ist.
    Ich bin keiner der sagt man muss immer brav rezensieren, kann auch konträrer Meinung sein, aber wenn ein Vielspielerspiel 3. beim DSP wird, bei BoardGameGeek einen Schnitt von 7,44 bei 1160 Ratings hat und bei Luding 19 Rezensenten der Meinung sind das Hawaii ein mindestens gutes Spiel ist, dann würde ich zumindest nochmal überdenken ob man dieses Spiel lieber in die Tonne kloppt als es zu Spielen. Ich hab‘ bestimmt die Hälfte vergessen, mach jetzt aber mal schluß ;>).
    Nichts für ungut, ich schau‘ euch trotzdem noch gerne zu.

    Gruß Heiko Kauffmann

  23. Berndt

    Ich finde es gut, dass du auch schonungslos ein Spiel zerreißt, dass mehrheitlich gut angekommen ist. (Sogar Platz 3 beim Deutschen Spielepreis)
    Du hast mich überzeugt, dass dieses Spiel nichts für mich wäre.

    Danke, und bleib weiter authentisch! 🙂

  24. Ben2

    Ihr habt ja auch Tournay getötet 😉 Ja, da scheiden sich die Geister…

  25. Smuker

    Jup Meinung sind immer verschieden, Hawaii hat z.b. bei mir und Jörg auch je 8/10 Punkten (alle Testrunden fanden es ein sehr gutes HiG Spiel). Während dein so hoch gelobtes Innovation für mich eher eine Krücke ist. Aber so ist das halt manchmal, Spielegeschmäcker sind zum Glück verschieden sonst gäbe es nicht soviele verschiedene Spiele.

    Gruss
    Smuker

  26. Braz

    „Ansonsten scheint “die Spielergemeinde” ganz angetan von dem Spiel. Platz drei beim DSP hinter Village und Trajan, aber vor Ora et labora und Helvetia.“

    Jup, ist mir auch gestern aufgefallen, bzw hatte dies auch fast erwartet, denn das Feedback auf z.B. Hall9000 war ja wirklich überaus positiv. Persönlich (!) sehe ich es weit hinter Ora et labora. Für Hans im Glück ist es aber doch eine gute Sache, dass ihr Spiel auf Platz 3 gelandet ist. Es schneidet ja auch auf BGG gut ab: http://www.boardgamegeek.com/boardgame/106217/hawaii

    Wie gesagt: Bei mir ist das Spiel durchgefallen, aber Meinungen sind ja zum Glück verschieden. Ich lange es jedenfalls nicht mehr an, denn ich finde, dass ich -zig bessere Alternativen daheim stehen habe: Als Familienspiel ist es zu komlpiziert und als Viespielerspiel reizt es mich einfach zu wenig und es kommt mir zu wenig Stimmung auf, als dass ich mich auf das Spiel freuen würde und es öfters hervorholen mag….ist halt meine persönlich Meinung. Ich finde, dass der Jahrgang weitaus bessere Spiele hervorgebracht hat, die beim DSP leider nicht gelistet sind: Mage Knight, Vanuatu, Eclipse…um nur mal 3 Spiele auf die schnelle zu nennen, welche bei mir Meilen vor Hawai sich befinden….

  27. Ben2

    So, jetzt habe ich etwas mehr Zeit (wie gesagt – wir ziehen diese Woche um 😉 )
    Nochmals weil wichtig: Ich meine nicht das Hawaii „komplex“ ist – wie etwa ein Vinhos – sondern überfrachtet.Es ist zugemüllt mit kleinen Infos und Extraregeln. Eine vollständige Ersterklärung ist lang – und ich erkläre ja nicht zum ersten Mal Spiele 😉 – ebenso war das auch eine Beobachtung von mir. Daher meine Erwähnung. Allein die Erklärung aller Plättchen dauert ewig. Dann Fischen, Boote, Kaufen, Kahunas, Tikis etc. pp.

    Zur Unausgewogenheit des Spiels – ich habe mich kurz rangesetzt und eine kleine Auswertung gemacht – die besten Spieler auf BGA machen etwa 35 – 44 Punkte durch die Bonuswertungen der Dörfer. Dazu noch je nach Spieler etwa 30-60 Punkte durch Speere. Das steht in keiner Relation zu anderer Punkte Aquise.
    So auch mein Erfahrung beim Spielen. Sowohl auf der gewinnenden und besiegten Seite.

    Das Problem dabei ist schlicht die Verfügbarkeit der Speerhäuser je nach Kaufplättchen und etwa die Verbindung mit dem zufälligen aufdecken des jeweiligen Gottes.

    Es ist schlicht und ergreifend für mich der Fall, dass dieses Spiel hinter praktisch jedem EuroSpiel Release der vergangenen Saison zurückfällt. Unrund, unausgewogen und unschöne Regeln (siehe auch die ELLENlangen Regelthreads auf BGG; wobei ich diesen Kritikpunkt auch außen vor gelassen habe.)

  28. Hans Huehnchen

    Hm, bei uns kam Hawaii sehr gut an, mir gefällt es auch. Als so kompliziert, wie es dargestellt wird, empfand ich Hawaii nicht. Aber Meinungen sind ja dazu da, dass sie auchmal auseinandergehen.

  29. Zottelmonster

    Moin, so Rezi gesehen, obwohl man hier ja gar nicht mehr hinterher kommt.

    Hab das Spiel einmal gespielt und elendig verloren, was wohl normal ist als Newbie. Im Spiel wurde aber sowohl die Ein-Dorf-Taktik als auch die Speere-Taktik gefahren und gewonnen hat die dritte Mitspielerin, die fünf Dörfer mit Tikis und Kahuns hatte, da wirkte das Spiel auf mich durchaus ausgeglichen, alle hatten eine Siegchance.

    Der variable Aufbau macht es shcon ein bisschen fizzelig, aber das empfand ich als nicht so schlimm, die Rundenübergänge waren niht viel länger, als bei Agricola.

    Ansonsten scheint „die Spielergemeinde“ ganz angetan von dem Spiel. Platz drei beim DSP hinter Village und Trajan, aber vor Ora et labora und Helvetia.

  30. Ben2

    Vielleicht kommt das mit den Kahunas nicht so rüber – aber ich habe das durchaus richtig gespielt. Ich bin gerade kurz angebunden – komme aber nochmals auf deinen Post zurück sobald ich heute Zeit habe!

  31. Klausi24

    Vorweg möchte ich auf alle Fälle erwähnen, dass ich das was bei Spielama bisher lief sehr gut finde und mir vieles im Sinn ist, aber nicht einen Streit mit Ben vom Zaun zu brechen oder Dich Ben direkt anzugreifen.

    Hawaii – warum kommt das Spiel so schlecht bei dir weg? Hmm, wenn ich es mal so sagen darf, ich verstehe es nicht so ganz.

    Klar kann es einem zu viel sein, für 5 Runden jeweils 21 Plättchen aus einen Beutel zu ziehen. Aber so außergewöhnlich ist dies auch nicht. Bei Village zieht man auch jede Runde mal 18 und mehr Würfelchen aus einem Beutel. Bei Colonia können dies auch mal durchaus knapp 30 Würfelchen sein. Außerdem finde ich dies sehr gut, denn durch diese Aktion wird eine unterschiedliche Nachfrage Simuliert, mit unterschiedlich vielen Kaufoptionen und verschiedenen Preisen.
    Zu den Beiträgen zum Spiel bisher – vom User „monsegur“ und „Braz“ vom 16.9.2012 kann ich nur sagen klar kann man alles so oder so sehen. Füße zum Angeln, sicher nicht das ideale. Wären die Füße Getreidepöpel und würden die Ernährung bedeuten, würde auch jemand was dagegen finden, aber die Nahrung bräuchte man auch für die Energie die ein Boot (wenn es ein Ruderboot ist) braucht – um zu fischen oder zu einer Insel zu fahren.

    Der Variable Aufbau des Spieles finde ich auch gut, denn was man letztes Spiel billig bekam kann nächstes Spiel schon wesentlich mehr kosten.
    Wenn ich nun mal die Kritik aufgreifen will – mit einem Dorf das ganze Spiel zu spielen – hätten wir 4 Hütten, 1 Langhütte, 1 Bewässerung, 1 Gott, 1 Hula, 1 Surfer, 4×1 Frucht. Fertig!
    Macht maximal 13 Gebäude im Dorf. Jetzt kaufen wir alles immer zum billigsten Preis von 2 macht dies 26 Muscheln (plus Füße).
    Im Spiel selbst gibt es 13+10+8+6+5 auf normalem Wege was genau 40 Muscheln entspricht. Dabei sind aber alle Plättchen auf der stufe 1. Dieses Dorf bringt in der Schlusswertung (Bewässerung und 4 Früchte=10/Hula=14/der Gott vielleicht=4 > also 28 Punkte.

    Doch bezweifle ich sehr, dass jemand alle 13 Plättchen für 2 erhält. Und wenn muss ich sagen sind die Mitspieler selber Schuld, wenn sie dies zulassen und nicht entgegen wirken!
    Zum Kritikpunkt Speer – klar kann man damit viele Punkte machen, aber es liegt auch hier am Mitspieler dies zumindest einzuschränken. Dazu es sind 12 normale Preisplättchen und 13 Speerplättchen im Spiel. Die normalen sind 41 Muscheln wert – die Speerplättchen 59 Muscheln also im Schnitt knapp die hälfte teuerer.
    Werden ständig 2er und 3er Plättchen gezogen ist es fast ein Kinderspiel – werden aber vorwiegend 5er und 6er Plättchen gezogen gibt es manche Gebäude kaum oder gar nicht im Spiel und dann möchte ich sehen wie ein Spieler 13 unterschiedliche Gebäude erwerben will.
    Wie gesagt, wenn die Mitspieler etwas zulassen ist alles easy. Aber wenn ich doch sehe, jemand geht auf die Früchte, kaufe ich doch die Früchte weg, die der Mitspieler nich nicht hat. Bei 2 Spielern wird selten ein Gebäude ausgehen – aber bei 5 Spielern und je 4 Fruchtplättchen kann ganz schnell ausverkauf drohen.

    Zum Video selbst:
    Bei 5:56 wird erwähnt dass man 10 Hütten im Dorf haben könnte. Das ist falsch! Erstens es gibt nur 5 Hütten und wenn ich eine Hütte Stufe 1 im Dorf habe, darf ich auch keine gleiche Hütte der Stufe 2 im Dorf haben.
    Dies wird aber bei 8:41 noch selst korrigiert.
    Bei 9:38 werden die Tikis und Kahuna behandelt. Bei 10:23 wird klar gesagt, dass das Dorf nur gewertet werden dürfte, wenn die Kahunas davor liegen. Mein lieber Ben, wenn du das Spiel so 20 oder 25 mal gespielt hast, hast du es falsch gespielt!
    Das Dorf und jedes Dorf wird IMMER gewertet, wenn es von mindestens 1 Tiki überragt wird! Die Kahuna schaltet dir nix frei oder sowas – die Kahuna gibt dir einen Dorfbonus von 5,10 oder 15 Punkten plus 1-3 Müscheln beim Bau der Kahuna. Sonst hat die Kahuna KEINE Funktion. Schlimmer noch, und das hast du wohl verwechselt oder flasch verstanden. Die Bonuspunkte der Kahuna (also die 5,10,15) erhält man nur, wenn das Dorf ansich gewertet wird. Wenn ich wirklich drauf aus bin nur ein Dorf zu haben, pfeife ich auf die Kahuna. Die Kahunas machen nur Sinn wenn ich 3 oder mehr Dörfer habe und in die Wertung bringe, und damit nochmals 20 und mehr Punkte abgreife.
    Über den kleinen Fehler dass die Früchte eine Zahlung komplett erfüllen müssen kann man hinweg sehen – wenn man vergisst dass es Tauschhütten gibt.
    Die Hula-Tänzerin bringt auf Stufe 1 auch nur 1 Punkt je Plättchen.
    Ob man nun alle Plättchen in Stufe 1 und alle möglichen in einem Dorf mit 28 Punkten als Absurd viele Punkte sehen kann (im Video 12:05), wenn die Kahuna im letzten Dorf alleine 15 Punkte möglich macht, muss jeder selbst wissen.

    Zum Fazit: Im Grunde kann man jedes Spiel an der Anleitung und am Sinn vorbei spielen. Im Forum vom Spielama wird von der Hungerstrategie bei StoneAge gesprochen. Das Volk nicht zu ernähren und sowas – gut. Es ist unglücklich dass dies nur 10 Punkte pauschal kostet und nicht 10 Punkte je fehlender Nahrung. Genauso spielen wir dies – und da holt niemand mehr 100 Punkte je Runde auf und verliert schnell die Hungerlust.
    Man kann ein Auto auch nur im 2.Gang fahren aber so ist es eben nicht gedacht. Darum wer so am Spiel vorbei spielt, sollte vielleicht eher das Spiel in die Tonne werfen, verschenken oder verkaufen und am Besten erst gar nicht kaufen. Bei Spielen wie Agricola kostet ein fehlender Nährwert 3 Punkte. Müssen Strafen für ein Verfehlen erst so hoch sein, dass sie mehr schaden als nutzen, nur dass man ein Spiel normal und vernünftig spielt? Und ist es dann nicht unfair einem Spieler gegenüber der vielleicht ein ganzes Spiel dadurch versaut bekommt, weil er vielleichte einmal was vergessen hat? Ich denke nicht!

    Mein lieber Ben, vielleicht war deine Rezession ein bisschen unglücklich und es schwingte auch mal deine nicht vorhandene Freude am Spiel mit – aber du hast schon so viele tolle Rezessionen gemacht, dass ich darüber locker hinweg sehen kann!
    Hawaii lässt sich durchaus gut spielen und ich habe es auch auf 4 Seiten als Anleitung runtergeschrieben – Hawaii ist nicht so schwer wie du es im Fazit darstellst – finde ich!

  32. Ben2

    @montsegur Ich wurde schon und habe schon mit dieser Strategie (be)(ge)siegt. Es reicht vollkommen, wenn du jedes dir möggliche Plättchen je einmal in einem Dorf verbaust.

    Und die immensen Downtimes beim Aufbau/Abbau – und schlimmer noch: Zischenrunden- allein lassen dieses Spiel nicht in den Bereich „befriedigend“ rutschen.

  33. Braz

    @ montsegur: Ja aber hier werden die Füße zum Angeln verwendet. Wofür braucht man Füße zum Angeln? Ich zitiere aus der Regel: „Rot bezahlt 4 Füße aus seinem Vorrat in den allgemeinen Vorrat. Dann dreht er seine 2 Schiffe zur Seite. Sie bieten eigentlich Platz für 5 Füße, dennoch ?fahren sie ab“.
    Hmm….fändest du nicht auch, dass AKTIONSpunkte als Bezeichnung besser und zudem anstelle der Füße Holzscheiben sinnvoller gewesen wären? Oder Chips mit Angelrutensymbole?!
    Des Weiteren -wie schon erwähnt- läuft ein Häuptling umher, um auf der Insel eine Hütte zu finden. Diese schultert er womöglich und trägt sie in sein Dorf, um dort das Dorf zu vergrößern… hmm….gut…machbar, dennoch schwer vorstellbar: Ein Häuptling wandert auf einer Insel umher, findet Hütten und vergößert dadurch sein heimsches Dorf….
    Nein ,ich bleibe dabei: Das Spiel wirkt auf mich höchst konstruiert und nimmt mir total den Spielspaß, obwohl die Grafik und das Material aller Ehren wert sind. Hinzu kommt noch die Spielmechanik, die bei mir keine Stimmung aufkommen lassen möchte. Aber wei gesagt: Ist ja alles Geschmackssache und probespielen sollte man eh oft 😉

  34. montsegur

    Einspruch Euer Ehren! Die Extremstrategie,die Du ansprichst funkioniert ganz bestimmt nicht. Du kannst jedes Teil nur einmal in dein Dorf einbauen. Du kannst Nur einen Gott in jedem Dorf haben. Wenn Du nicht sagen wuerdest , dass Du es auf der Boardgamearena gespielt haettest, wuerde ich meinen Du hast es falsch gespielt.
    Hawaii ist fuer mich das beste Worker-Placement -Spiel, da es einen variablen Spielplan hat.
    Ich kenne witzigerweise bis jetzt NIEMAND von ungefaehr 10 Leuten, die es mit mir gespielt haben, dem es NICHT gefallen hat. Eher das Gegenteil “ Bestes HiG-Spiel seit langem “ etc waren die Kommentare.
    @Braz: Die Fuesse finde ich als Darstellung von Bewegungspunkten mehr als sinnvoll. Das ist sowohl fuer Pantheon und Hawaii wichtig.

  35. Frank

    @Basti: Danke für den Link zur DiceTower-Besprechnung von Hawaii! Was hab ich gelacht! Bin auch ein großer Fan von Tom Vasel. Ein super sympatischer Ami!

  36. kscpebbles

    Oha… Das ist aber mal eine Rezi mit einem – für mich – sehr überraschenden Fazit.

    Da ist wohl soeben ein Spiel, dass auf meiner „Watchlist“ recht weit oben stand, ziemlich abgestürzt…

    Danke für die „Warnung“!

  37. Frank

    @Braz: Ja, hast Recht, selbst ein Bild machen, ist immer besser. Aber dafür gibt es einfach zu viele gute Spiele, die ich auch noch spielen möchte. Dann filtere ich lieber mal gleich ein paar aus. Auf Hall9000 bin ich auch öfter unterwegs und wundere mich auch da über die vielen guten Bewertungen, wenn es doch so unbalanced sein soll.

  38. Braz

    @ Frank: naja….Probespielen -vielleich auf der Messe in Essen?- lohnt sich vielleicht schon, denn das Spiel hat schon gute Kritiken:
    http://www.hall9000.de/html/spiel/hawaii

    Ich finde das Spiel wahnsinnig krontruiert: Der Häuptilng zieht los, holt sich irgendwo auf der Insel eine Hütte und platziert diese im Dorf. Klingt komisch? Ist aber so 😉
    Bei Hall9000 hatte einer gemeint, dass doch Burgen von Bugrund oder Trajan auch kontruiert wären. Nein, absolut nicht: Die Spiele sind nhaltlich weitaus stimmiger umgesetzt, als dies beim Hawai der Fall ist. Beim Hawai ist das Thema absolut beliebig und spieltechnisch mE fragwürdig umgesetzt.
    Ich sag`nur: Fischplättchen und Füße…..Hier kommt der Verdacht auf, dass bei „Pantheon“, ein anderes Spiel desselben Verlages, noch Füße übrig waren, die es jetzt mitzuverwursten galt….Ne…ne…ne…so nicht.
    Gerade weil ich ein „Stimmungsspieler“ bin kann ich mich mit dem Spiel nicht anfreunden. Ist jemand vielleicht analytischer unterwegs, dann gefällt ihm das Spiel vielleicht besser *mutmaß*

  39. Frank

    Habe höchstes Vertrauen in deine Meinung,
    da du immer äußerst erfahren und kompetent klingst.
    Werde mir das Spiel bestimmt nicht zulegen.
    Wie kommen dann aber solche Einschätzungen von auch recht recht spielerfahrenen Leuten zusammen?
    -> http://www.youtube.com/watch?v=2_82Y7m5KZg
    Haben die es zuwenig gespielt und erkennen die deshalb nicht den golden Weg zum Ziel, der alles dominiert?

  40. Braz

    „Es ist mir vollends unverständlich wie dieses Spiel andernorts sogut bewertet wird…“

    Jup….ist mir wirklich auch ein Rätsel & ich schließe mich wirklich zu 100% deinen/euren Kritikpunkten an & kann sie wirklich sehr gut nachvollziehen….aber ich kenne auch Leute, denen das Spiel wirklich Spaß macht. Ich für meinen Teil finde, dass das Spiel grafisch und materialtechnisch super umgesetzt wurde, der Rest, das was für mich ein Spiel ausmacht (Spaß, Spannung) fehlt mir komplett. Alles wirkt auf mich sehr konstruiert.

  41. Ben2

    Es ist mir vollends unverständlich wie dieses Spiel andernorts sogut bewertet wird…

  42. Basti

    Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits ist, dass das Spiel das „the tich get richer, the poor get poorer“-Prinzip nicht eindämmt. Wenn ein Spieler mit doppelt so viel Punkten abschließen kann als seine Gegner und von ihnen in keinster Weise aufzuhalten ist, ist meines Erachtens etwas faul am Spielprinzip.

  43. Braz

    besten Danke! Auch mir gefällt es überhaupt nicht. Gute Rezi!

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