Five Tribes / Rezension

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Wir rezensieren das Spiel Five Tribes und erklären die Regeln sowie die Spielanleitung. Es ist von Bruno Cathala (Days of Wonder/Asmodee) und erinnert an Mancala. Fotos sowie die Regeln zum Herunterladen findet Ihr unter http://gesellschaftsspiele.spielen.de/alle-brettspiele/five-tribes/, weitere Informationen in der Videobeschreibung.

Kurzbeschreibung

Auf ihrem Weg durch die Länder von 1001 Nacht erreicht deine Karawane das sagenumwobene Sultanat von Naqala. Der alte Sultan ist jüngst verstorben und der Thron von Naqala ist verwaist. Das Orakel kündete von Fremden, die da kommen werden, um die Fünf Sippen zu lenken und um Macht und Einfluss im Sultanat ringen werden, auf dass einer von ihnen die Oberhand gewinne. Wirst du es sein, der die Prophezeiung erfüllt? Beschwöre in Five Tribes alte Dschinn und lenke die Sippen weise – und das Sultanat wird dein sein!

Für dieses Video stand uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung.

21 Kommentare Kommentar schreiben

  1. maeddes

    Hab es mir zum Geburtstag gewünscht und jetzt dein Fazit, Basti, nochmal angeschaut. Also ganz ehrlich: Bestes Fazit ever! Bin mal gespannt wie mir 5 tribes gefällt.

  2. Der Siedler

    Ich will jetzt mal gar nichts zum Spiel oder zur politischen Thematik sagen, sondern zur Rezi:

    +Die Text-Einblendungen zu den Spielphasen
    +Dein Sohn am Anfang, sehr unaufdringlich und süß. Hoffentlich musst du das Video nicht in ein paar Jahren neu drehen, weil es ihm dann unangenehm ist 😀
    +Das Wertungsgeschehen wird mit dem Block erklärt, noch ein bisschen schöner wäre ein ganz konkretes Bsp. mit den Werten vom Block gewesen
    -Die Dschinns werden beim Erklären teilweise übersprungen, das stört mich immer etwas. Hier könnte man zur Perfektion vorher einige repräsentative Dschinns heraussuchen und dann diese erklären.

    Ansonsten ein sehr professionelles Video, das mich aber vom Spiel abbringt, weil ich dann auch schon die beste Entscheidung treffen will. Und dann lasse ich mich lieber einschränken, was ja bei AquaSphere viel kritisiert wird, als hier hunderte Möglichkeiten zu haben, von denen ich nur mit Glück die Beste sehen werde.

  3. Jochen

    Als ich 5 Tribes gespielt habe hatte ich mir auch gedacht: nur noch mal,mit Game Timer. Dieser würde gute Dienste leisten weil die Bedenkzeit ja erst losgeht sobald mein Voedermann seinen Zug beendet hat. Aber mittlerweile bin ich der Meinung dass ich das Spiel ohnehin nie wieder spiele weil es mit Orleans, Aquasphere und Die Staufer 3 Neuigkeiten gab die mir reichen. Zudem habe ich mit Goa, Amun-Re und Yspahan 3 Oldies entdeckt die mich begeistern.

  4. Basti

    Ja, kommt drauf an wie deine Definition von Familienspiel aussieht. Meine ist, dass ein Familienspiel ein Spiel für Gelegenheitsspieler ist und auch mit Schulkindern ca. (ab 3./4. Klasse) spielbar ist, ohne dass diese einen all zu großen Nachteil haben. Dies wird häufig über die einfachheit der Mechasnismen oder den Glücksfaktor gesteuert.

    Five Tribes hat jedoch nur einen sehr geringen Glücksfaktor und erschlagend viele Optionen. Ich denke erfahrene Spieler haben hier einen deutlichen Vorteil gegenüber Nichtspielern oder Kindern und daher würde ich es keinesfalls als Familienspiel einstufen.

    So meine Einschätzung.

    LG Basti

  5. Daniel

    Ich mag das Spiel.
    Ich sehe es auch durchaus als Familienspiel.
    Ich finde die downtfme nicht so gravierend, weil man immer das Brett und die Veränderungen beobachtet und neues entdeckt.

    Die Sache mit den Sklaven finde ich….ja, hm…..etwas lächerlich! Es ist ein Spiel. Man kann auch alles politisch überinterpretieren. Ich habe das Spiel in verschiedenen Gruppen gespielt und nie wurde über die Sklaven diskutiert. Das Spiel alleine aus diesem Grund nicht zu spielen oder zu kaufen ist wirklich arg übertrieben.

  6. Sascha 36

    Ich hab das Spiel schon in mehreren Gruppen gespielt und nie kam die Frage auf, warum sind denn da Sklaven im Spiel und welche Leidensgeschichte hatte denn wohl jeder dieser Sklaven ?
    Bei Freedom hab ich mich eher gefragt warum die Sklaven als weisse Steine dargestellt werden, aber nach ein paar Runden war es dann auch einfach egal. Genauso sehe ich es auch mit Five Tribes.
    Ob Rhado jetzt mit der Moralkeule bei Five Tribes oder mit seinem peinlichen Heulanfall bei Freedom, lässt keines der Spiele für mich schlechter werden.

  7. Matthias W.

    Über die Umsetzung lässt sich streiten, aber wenn ich sehe, was das ganze auslöst, kann ich nur sagen gut, dass es im Spiel integriert ist. Denn eine Verharmlosung oder schlicht Ausblendung dieser historischen Fakten in einem Spiel wäre in meinen Augen falsch. Stattdessen wird jetzt sehr viel darüber diskutiert. Und das sorgt dafür, dass sich viele Leute Gedanken über das Thema machen. Erst wenn sich keiner mehr aufregen würde oder sogar aus Unwissen niemand mehr reagiert, mache ich mir richtig sorgen. So findet ein Austausch über diese Thematik statt und sorgt vielleicht auch bei einigen für ein wenig extra Bildung. Gerade wenn es einem unangenehm ist oder man sich schlicht weigert in einem Spiel Sklaven für ein paar Siegpunkte opfern zu müssen, hinterlässt das mehr Eindruck als ein paar Fakten im Geschichtsunterricht. Und Leute fragwürdiger Gesinnung lassen sich auch nicht durch „Weglassen“ dieser Mechanik (hierbei ein obszöner Begriff)bekehren.
    Etwas lang geworden, aber war mir wichtig.
    LG Matze

  8. Timo

    Man gibt eine Sklavenkarte ab – ok (oder eben auch nicht), aber der Vorgang ist ja recht oberflächlich. Bei Egizia und Freedom wird die Sklaverei-Thematik schon greifbarer. Conflict of Heroes bricht den Krieg auf einzelne Einheiten runter, Risiko als Megaseller hingegen ist wesentlich abstrakter, aber auch hier sterben ganze Armeen. Bei Arkwright sind die Arbeiter durch graue Pöppel als graue Masse dargestellt, die es während der Industrialisierung nach Gutdünken auszubeuten und zu entlassen gilt wegen des Kostendrucks. Die Akte Whitechapel setzt die Morde von Jack the Ripper als Brettspiel um.

    Ethik und Brettspiele passen mitunter nicht immer unter eine Haube, aber Brettspiele abstrahieren und vereinfachen in gewissem Maße realistische Vorgänge und zwängen sie in einen Mechanismus. So können Spiele, die Mord und Totschlag beinhalten, trotz des fagwürdigen Themas einen ganzen Batzen Spielspaß bringen. Gerade weil es ja Spiele sind und nicht die Realität.

  9. Sascha36

    Viel zu übertrieben und meiner Meinung nach für das Spiel überhaupt nicht relevant. Glaubt man etwa Bruno Cathala hätte Spaß daran Sklaven in sein Spiel einzubauen und damit diese Thematik ins Rollen zu bringen ??
    Bei Boardgamegeek gab es einen der meinte ihn würden die Spielerfiguren an Penisse erinnern, daher wollte er das Spiel nicht spielen. Leute, dann lasst es einfach im Regal stehen und spielt was politisch korrekt vertretbares.

  10. Basti

    Grundsätzlich habe ich volles Verständnis, wenn sich jemand an sowas stört und mich stört es auch ein wenig. Ich finde auch gut, wenn es angesprochen wird. Ich für meinen Teil wollte auch etwas dazu sagen, hab es aber schlichtweg vergessen. Aber vielleicht ist eine schriftliche Stellungnahme dazu sowieso besser.

    Five Tribes ist nicht das einzige Spiel, in dem man die Sklaventhematik findent. Z.B. auch in Puerto Rico setze ich braune Arbeiter auf meine Plantagen ein. Sie werden zwar Kolonisten genannt, aber meines Erachtens symbolisieren eigentlich Sklaven, die man aus Afrika herschafft um sie zum Arbeiten auf die Plantagen zu schicken.
    Historisch gesehen, gab es zu der Zeit in der beide Spiele spielen Sklaven und sie wurden als Waren/Güter angesehen. Dennoch verharmlosen solche Aspekte eines Spiels natürlich die Grausamkeit die dahinter steckt und es besteht die Gefahr, dass achtlos mit solch brisanten Themen umgegangen wird.
    In „Freedom – The Underground Railroad“, ein Spiel, dass auf die Übel Sklaverei aufmerksam
    machen will, haben wir aber dieselbe Problematik. Wie oft muss man hier ein paar Sklaven an einer Stelle opfern, damit an einer anderen möglichst viele durchgeschmuggelt werden können.
    Ich denke es ist auch immer eine Frage der Sichtweise. Wenn man davon besonders betroffen oder sensibel für das Thema ist ist es natürlich anstoßerregend.
    Gerade bei Five Tribes besteht natürlich die Frage, ob das mit den Sklavenkarten hätte sein müssen. Ich meine, nein. Ich hätte es auch lieber gesehen, dass man statt Sklaven Arbeiter nimmt oder einfach eine besondere Ressource z.B. Weihrauch. Zumal das Spiel ja auch sonst ziemlich abstrakt ist.

    Ich für meinen Teil habe auch ein Problem damit in einem thematischen Kriegsspiel (2. Weltkrieg) die Deutschen zu spielen, weil für mich als Deutschen diese Thematik natürlich stark belastet ist.
    Allgemein kann man sagen, dass Spiele in denen gekämpft und Krieg geführt wird, die Brutalität und Grausamkeit von Kriegen verharmlosen können.
    Ein Veganer, Vegetarier oder Tierschützer wird sich evtl. daran stoßen, dass bei Agricola Tiere achtlos geschlachtet werden um sie in Nährwerte umzuwandeln, was für mich persönlich wiederum kein so große Problematik birgt, gerade aus historischer Perspektive.

    Von daher kann ich die Aufregung um die Sklavenkarten gut verstehen.
    Wenn man jedoch problematisieren möchte, kann man bei vielen Brettspiel-Thema ansetzen. Es kommt eben auf den Nutzer/Spieler an. Den einen stört es nicht, der andere abstrahiert die Thematik auf die spielerische Ebene, der andere sagt, dass er sehr schlimm findet.

    Beim Spielen selbst hatte ich jetzt bei Five Tribes jedoch kein Problem die Sklaven zu nutzen, da ich selbst immer weniger Wert auf das Thema lege, sondern eher von der spielmechanischen/abstrahierenden Seite herangehe.

    LG Basti

  11. Rob

    „Rahdo“ kritisiert in seinem Videoreview die Sklavenkarte. Seiner Meinung nach sei nicht nur die Illustration, sondern auch der Umstand, dass man die Sklaven wie einen Rohstoff den Dschinns opfert, fragwürdig. Zwar meint er sehr wohl, dass das Spiel auch andere „brutale“ Mechanismen in sich birgt, nichtsdestotrotz sei seiner Meinung nach ein so unkritischer Umgang mit diesem äußerst traurigen Kapitel der Menschheitsgeschichte erschreckend. Ehrlich gesagt stößt das auch bei mir sauer auf und lässt mich von der ursprünglichen bereits getroffenen Kaufentscheidung wieder abkommen. Was ist deine Meinung zu diesem Thema? Wird hier übertrieben oder ist da schon was dran? Ich habe das Spiel noch nicht gespielt. Die Illustration der Sklavenkarte hat mich aber schon ins Grübeln gebracht. LG

  12. Basti

    Ja, wie ich im Video sage polarisiert das Spiel, und deine angesprochenen Punkte sind genau die, die viele Spieler stören.

    LG Basti

  13. Thomas

    Das Spiel ist definitiv nichts für mich! Ich habe es in Essen gespielt und habe schon damals den „Hype“ nicht verstanden. Es gibt zuviel zum Grübeln: Finde ich den Zug, der mir viele Punkte bringt oder übersehe ich ihn und der nächste Spieler räumt richtig ab. Und selbst wenn ich eine punktereiche Zugmöglichkeit entdecke, muss ich gleichzeitig beachten, dass ich dem nächsten Spieler keine Vorlage gebe, noch mehr Punkte zu machen. Ein wenig wie Schach mit mehreren Spielern – dann lieber ein kooperative Spiel: Da kann man gemeinsam optimieren…
    So ist es nicht mein Ding!
    Geschmäcker sind halt verschieden – und das ist auch gut so!

  14. Winston

    Sehr gute Rezension.
    Genau das ist der Grund der mich leider vom Kauf abhält. Ich weiß, dass 2 von meinen Mitspielern seeehr zu Analyse Paralyse neigen. Da dauert schon Kingdom Builder zu 5. 90 min O.O. Ich will mir gar nicht vorstellen wie das bei Five Tribes aussehen würde.

  15. Harry

    Sehe ich auch so – Das Box-Artwork ist einfach echt schön…sieht auch cool aus mit Basti im Vordergrund bei dem Vorschaubild 🙂 Mit dem Boxcover hätten se mich fast gehabt 🙂

  16. Santenza

    Die Kritik entspricht meinen virtuellen Ersteindruck. Aufgrund der Materialen und des Ausehens hätte ich es mir gleich gekauft, wenn da nicht der unthematische Spielablauf wäre.

  17. Basti

    Ja, er wollte auch mal dabei sein, wenn Papa dreht.

  18. maeddes

    ?Special Guest? rockt 🙂

  19. Basti

    @Edvard:
    Ja wenn er nicht grad bockt, müde oder dickköpfig ist, ist er ganz knuffig 😉
    Dann wünsch‘ ich Euch alles Gute für die Geburt. Bei uns kommt in ca. 4 Wochen Nr. 2

    @Harry:
    Ein sehr gutes Manacla-Spiel ist Trajan von Stefan Feld. Da jeder sein eigenes Mancala hat und die Interaktion mehr am gemeinsamen Spielbrett stattfindet ist, kann man schon während der Zpüge der anderen nachdenken und so hat es im Gegensatz zu Five Tribes geringere Wartezeiten zwischen den Zügen.

    LG Basti

  20. Harry

    Hm irgendwie springt bei mir da rein vom Spielbrett, den Rezensionen die ich bisher gesehen habe etc einfach nicht so der Funke über – scheint mir viel zu mechanisch und zu verkopft zu sein. Dein Fazit bestätigt auch, das Spiel ist eher nix für mich – Geld gespart 🙂 Eher was für Tüftler und Zugoptimierer…ich bin wohl absolut kein Mancalafreund.

  21. Edvard

    @ Basti: Hehe, dein Sohn ist ja richtig knuffig. 🙂
    Bei mir ist es demnächst auch soweit und ich bin mordsgespannt.

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