Descent: Die Reise ins Dunkel – Zweite Edition / Rezension

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Wir rezensieren das Brettspiel „Descent 2 – Die Reise ins Dunkel (Zweite Edition)“ von Corey Konieczka (FFG/Heidelberger) und erklären die Regeln sowie die Spielanleitung. Fotos sowie die Regeln zum Herunterladen findet Ihr unter http://gesellschaftsspiele.spielen.de/alle-brettspiele/descent-die-reise-ins-dunkel-zweite-edition, weitere Informationen in der Videobeschreibung.

Kurzbeschreibung

„Descent: Die Reise ins Dunkel, zweite Edition“ ist ein Fantasy-Brettspiel für zwei bis fünf Personen. Es baut auf der ersten Edition auf und bringt laut dem Verlag frischen Wind in das klassische Descent-Erlebnis: Die Regeln für Kampagnen bringen neue Tiefe, während unerfahrene Helden sich dank des überarbeiteten Charakter- und Kampfsystems ins Abenteuer stürzen können. Die Helden sind Teil einer großen Geschichte, deren Ausgang sie in jedem einzelnen Abenteuer aktiv mitgestalten können. Sie gewinnen an Erfahrung, lernen neue Fähigkeiten und stellen sich im Endkampf dem finsteren Overlord.

Für dieses Video stand uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung.

44 Kommentare Kommentar schreiben

  1. ted

    Ich schlaf bei beiden Versionen ein. 🙂

  2. kuschelbear

    Hallo zusammen!
    Habe mir obig gelistetes Spiel zugelegt und bin sehr begeistert. Kennt jemand die bisher erschienenen Erweiterungen und kann mir eine empfehlen?
    Danke schonmal im vorraus!

  3. Markus Bach

    Earth Reborn, keine Frage.
    Alternativ auch: Level 7 Omega Protocol, Space Hulk (teuer!).
    🙂

  4. Andreas B.

    Hallo Kuschelbär!
    Ich besitze beide Spiele und mag die 2. Edition von Descent wirklich gerne spielen. Wenn ihr primär 2 Spieler seid, würde ich zu Earth Reborn tendieren. Der Einstieg in die Regeln ist etwas anspruchsvoller, als der in die von Descent, doch es lohnt sich!
    Lg

  5. HDScurox

    Hallo kuschelbear,

    ich spiele das Spiel hauptsächlich mit meiner Freundin. Ich kann keine Balance Probleme oder Ungereimtheiten im Spiel zu zweit feststellen. Das Spiel skaliert sehr gut aufgrund seiner Regeln mit der Spielerzahl. Je nach Heldenanzahl, darf der Overload unterschiedlich viele Monster aufstellen.

  6. kuschelbear

    Ich bin aktuell am überlegen, ob ich das Spiel für mich und einen Freund kaufen soll. Wir würden meistens zu zweit spielen. Daher meine Frage: Wie flüssig und ausgewogen ist das Spiel zu zwei (einer OL und der Andere 2 Helden)!
    Als Alternative habe ich Earth Reborn auserkoren ;)! Über eine >rückmeldung würde ich mich sehr freuen….

  7. flow

    Wieso bekommt das Spiel nur 4 Punkte bei Interaktion?! Find ich ein bisschen wenig dafür, dass sowohl Spieler-Spieler als auch Spieler-Overlord Interaktion bzw Konfrontation herrscht. Eclipse zb hat 5 Punkte Interaktion, die damit gerechtferigt wurden (siehe Kommentar von Ben2), dass Spiele, wo Siegpunkte durch Konfrontation abgezogen werden können automatisch eine hohe Interaktion haben.
    Und 4 Punkte auf Interaktion sind soviele, wie Mage Knight hat….und was ich da von der „Interaktion“ halte, hab ich ja schon geschrieben 😉

  8. Bud

    Danke für die schnelle Hilfe :).
    Mal guckn was meine Leute dazu sagen.

  9. Ben2

    Du musst doch kaum alles auf einmal spielen – einfach mit dem ersten Szenario anfangen und schauen ob es gefällt. Dann notiert man alles wichtige auf dem beigefügten Block und macht nächstes Mal weiter.

    Man hat bei einzelnen Szenarien sehr wohl Gold: siehe S.19. Helden haben entweder nichts (wie du bereits erwähnt hast), oder 3 XP und 150 Gold oder 6 XP und 250 Gold.

  10. Bud

    In der Anleitung steht, dass man einzelne Szenarien auch ohne Kampagne spielen kann. Einfach aus dem Questbuch auswählen. Da hat man doch kein Gold.

    Ich habe Angst, dass ich meine Leute abschreck, wenn ich denen mit einem 20 Stunden Kampagnen Spiel komme. Ich versuche, einen langsam Start zu finden.

  11. Ben2

    Was ist denn für dich Standard? Bei Descent ist praktisch die Kampagne das Standardspiel.

    1. Man braucht auch die Marktkarten, wenn man einzelne Szenarien, also nicht die Kampagnen, spielt. Da man ja bessere Waffen etc. braucht. (verhält sich wie Punkt 2)

    2. Absolut richtig.

  12. Bud

    Ich habe da ein paar Fragen zum Standartspiel, ich bin da etwas verwirrt. Mit der Ersten Edition, habe ich mich nie befasst.

    1. Die Marktplatzkarten, kommen nur im Kampagnenspiel vor, nicht im Standartspiel. Richtig?
    2. Im Standartspiel, startet man mit den untersten Fähigkeiten (ausser man regelt es vor dem Spiel anderst). Im Kampagnenspiel, lassen sich Fähigkeiten zwischen den szenen aufwerten. Richtig?

    Vielen Dank für Eure Hilfe.

    Bud

  13. Loki

    Ich bin der Meinung beide Spiele haben ihre Vorzüge wie auch Nachteile. Beide Spiele haben ihre Daseinsberechtigung. Descent 1 fand ich insgesamt schöner ausgearbeitet, trotzdem hats mich genervt, dass ein 6 Stunden Abenteuer in der Regel nach der Hälfte der Zeit entschieden war, weil eine Seite immer klar überwiegte. Allerdings habe ich mich damals auch infernalisch und nur mit mir als den wahrgewordenen Teufel gefreut wenn sie alle dahinsiechten >:D
    Umso frustiger für die Helden.

    Bei Descent 2 gab es mehr Überraschungen, „das ist nicht zu schaffen, wir haben jetzt schon verloren“ und dann kam es doch ganz anders. Tatsache ist, dass die beinahe unsterblichen Helden jetzt dauernd wieder aufstehen und damit deutlich bessere Chancen haben.
    Trotzdem ist es ein Spiel, das öfters zu begeistern weiß, weil man nun auch häufiger fremde Spieler am Tisch begrüßen kann, man nicht mehr Ewigkeiten nachlesen muss, und sich zwischen Workerplacement und Monopoly jetzt auch mal zwei schnelle Descent Abenteuer einschieben lassen.
    In unserem Descent 1 Running Gag verbarg sich immer eine Bitterkeit die mit Descent 2 der Vergangenheit angehört „Noch jemand Lust auf ne kurze Runde Descent?“…

  14. Fabian

    Super Fazit! Genau so haben die bei uns in der Gruppe auch reagiert. Gibt einfach 2 Lager! Mir machts auf alle Fälle Spaß, und es stimmt wirklich: es kommt viel öfter auf den Tisch!

  15. Ben2

    Das hilft nicht viel, weil ich viele Spiele nicht Werte oder stark herunterwerte je nachdem. man kann dadurch nicht mal meinen Geschmack feststellen 😉 Am Besten fährt man bei mir im Querschnitt meiner Kommentare hier auf SpieLama. Wenn ich mal die Zeit habe, werde ich meine Spiele dort ordentlich bearbeiten und werten. Aber die Zeit fehlt mir.

  16. Leololo23

    Naja, wer die subjektive Wertung von Ben sehen möchte, kann ja einfach bei BGG sein Profil anschauen. Ich hab übrigens auch Descent1 komplett, finde Descent2 aber irgendwie schicker. Vor allem, da ich nur noch wenig Zeit zum Spielen habe und mir die kurzen Szenen da stark entgegen kommen.

  17. WOTZI

    Das ist ja interessant.

    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz, was gegen eine „subjektive“ Rezension spricht. Denn wenn ich mehrere Rezensionen eines bestimmten Rezensenten sehe, kann ich herausfinden ob ich seinen Geschmack teile. Ist dies der Fall, weiss ich, dass ich ein Spiel in Betracht ziehen kann, dass von ihm für gut befunden wurde.

    Videospielmagazine gehen z.B. einen anderen Weg und werten „objektiv“ irgendwo zwischen 80 – 90%. Persönlich geben mir solche Tests sehr wenig, da ich nicht wirklich einschätzen kann, ob dem Redakteur trotz 90% Wertung das Spiel gefallen hat, oder ob er es einfach gut bewertet hat, weil ihm entsprechend seinem vorgegebenen „objektiven“ Wertungskriterien angemessen erschien. Persönlich hatte ich schon sehr viel Spass mit Spielen, die in Fachmagazinen eine schlechte Wertung hatten, während mich z.B. hochgewertete Spiele völlig kalt gelassen haben. Wenn ich aber einen Rezensenten nicht einschätzen kann, so bringt mir eine wie auch immer ausgefallene Wertung ncihts.

    Insofern stehe ich sämtlichen objektiven Wertungssystemen bei Spielen skeptisch gegenüber, da sie für mich nicht nachvollziehbar sind. Aus diesen Gründen bin ich froh, dass hier keine Noten vergeben werden, sondern am Ende einer Rezension bestimmte Punkte herausgearbeitet werden. Nach einer kritischen Distanz stelle ich immer wieder fest, wie zutreffend diese Anmerkungen in den meisten Fällen sind.

  18. Stefan

    … ich freue mich schon darauf das zu lesen. Wann kommt denn der Aufsatz. 😉
    Spaß beiseite, ich finde es gut, dass ihr euch von den Gesamtbewertungen verabschiedet habt und versucht differenziert im Fazit zu bewerten. Das steht und fällt sicher mit der Zahl der eigenen Testspiele und mit der Bandbreite der Mitspieler, denn allein aus der eigenen Perspektive heraus würde es sonst immer eine Mutmaßung bleiben, wem das Spiel wohl Spaß machen könnte.
    Der „Mann mit den Krawatten“ scheint das aus meiner Sicht nicht ganz so sorgfältig zu machen, denn sonst gäbe es nicht so viele Video-Reviews. Ich frage mich immer, wie ein Mensch so viel spielen kann. Nichtsdestotrotz finde ich es häufig sehr unterhaltsam mir diese anzusehen. Man muss sich nur bewusst sein, dass es sich dabei (eher) um die Meinung eines einzelnen Menschen handelt … unter diesem Blickwinkel sind die Zahl-Wertungen auf der zugehörigen Homepage auch irgendwie legitim, denn meinen Spielspaß könnte ich sicher irgendwie mit Einschränkungen in einer Zahl komprimieren.
    Insofern erinnert er mich schon leicht an den oben von mir genannten Wein-Papst … vielleicht mit etwas weniger Einfluss.

  19. Ben2

    Ich könnte einen ganzen Aufsatz schreiben, wie wir hier die Spiele bewerten. Aber Noten gehören da gewiss nicht dazu. Ein Grund weswegen wir sie abgeschafft haben. Ein weiterer Grund weswegen ich versuche in jedem Fazit eine Zielgruppe zu erfassen. Und dann kommt auch so ein gespaltenes Fazit heraus wie hier bei Descent, bei dem sich dann die meisten geholfen fühlen. Viel mehr so, als wenn ich eine Note draufklatsche.

  20. Markus Bach

    Ein guter Vergleich, und sicher ist es so, daß es bei Spielen stets ein objektiv und ein subjektiv zu beurteilendes Element gibt; zu letzterem gehören immer der Spielspaß und die Spielfreude. Das zeigt sich auch daran, daß bei BGG selbst die „besten der besten“ Spiele eine Bewertungsbandbreite von 1-10 haben.
    Wer Coreys Stil und seine Mechanismen sehr mag, der wird wohl auch mit dem dritten Aufguß noch glücklich. Wir z.B. mögen Lords of Waterdeep ja auch sehr, obwohl die Mechanismen nun eindeutig aus mehreren anderen Spielen stammen (die uns ebenfalls am Herzen liegen).

    Daher sind hier ja auch fast alle (*) Kommentare zum Spielspaß und zur Mechanismenbewertung als rein subjektive Einschätzungen zu lesen, wofür die Diskussion um Descent 2 ein sehr gutes Beispiel ist.

    *: „Fast“, weil es auch mal objektive Kriterien gibt, die sich unweigerlich auf den Spielspaß auswirken, z.B. wenn Regeln deutliche Lücken haben.

  21. Stefan

    Ich zumindest kann mir der Meinung sehr gut leben, denn ich bin der Meinung, dass es sich über Spiele vielleicht ebenso wenig objektiv streiten lässt wie über Wein. In dem Bereich hat ein gewisser Robert Parker den Weinmarkt so nachhaltig beeinflusst, dass manche Winzer für die Aussicht auf möglichst viele „ParkerPunkte“ ihre Weine quasi seinem Geschmack (alkoholreich, intensiv, fruchtig, eher „seidige“ Gerbstoffe) angepasst haben … vielleicht eine Art Amerikanisierung des Geschmacks. Die Weine, die außerhalb der Norm waren, kamen häufig deutlich schlechter weg … mit sicher deutlichen Konsequenzen für die Verkaufszahlen. Aber trotz aller Punkte (und vielleicht auch ihrer Berechtigung) lässt sich Wein – wie andere Genussmittel eben auch (Spiele zähle ich einfach mal dazu) – nicht unbedingt in ein Punkteschema pressen. Etwas ähnliches gilt auch für die Noten bei boardgamegeek, die ich ein hervorragendes Mittel finde, um in einem unüberschaubaren Markt nach Perlen zu suchen, aber ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn mir ein Spiel mit der Durchschnittsnote 6,3 einfach hervorragend gefällt. Vielen gefallen die Spiel von Corey Konieczka, was vielleicht (unabhängig vom Mechanismus) vielleicht auch daran liegen wird, dass die genannten – so weit ich das überblicke – eher thematisch sind. Knizia Spiele sind damit vielleicht nicht unbedingt vergleichbar ;-). Ich scheue mich immer davor das zu werten, was ich als persönlichen Geschmack bezeichnen würde. Nicht umsonst hat sich Spielama irgendwann auch von Endnoten verabschiedet. Sicher kann man auch bei einem Wein beurteilen, wie gut er gemacht ist … ob er einem dann auch noch schmeckt, das steht aber auf einem ganz anderen Blatt. (Von Kino-Beispielen vom „Popcorn-Kino“ bis hin zu anspruchsvollen Beziehungsdramen“ mal ganz zu schweigen.)

  22. Markus Bach

    Das gehört hier zwar nicht her, aber ich nenne mal…
    Runewars, Battlestar Galactica, Middle-Earth Quest, Space Hulk – Death Angel, Tide of Iron, World of Warcraft – The Adventure Game und Descent 2. Mansion of Madness ist auch nicht gerade ein Lichtblick im Spieledunkel.
    Einige wenige seiner brillanteren Kreationen, wie StarCraft, Warrior Knights, Rune Age oder Gears of War, werfen das Ruder auch nicht gerade herum (und sind nur zum Teil von ihm).

    Darüber hinaus ist er ein notorischer Mechanismenaufbrüher, der alles, was er mal irgendwo entworfen hat, fleißig in neue Spiele übernimmt und dabei schön mischt. Langeweile kommt auf. Oder nehmen wir mal Gears of War, das nur so erfreulich ist, weil es eine fragwürde Kopie der guten D&D Adventure System Spiele darstellt.

    Insofern… Nein, ich bleibe bei meiner Aussage: Corey Konieczka ist ein hoffnungslos überschätzter Spieleautor mit nur wenigen Glanzlichtern, der seiner Position als Chefdesigner von FFG nicht gewachsen ist und FGG von der früheren Innovationsfreude weit entfernt hat.

    (Ich kann übrigens mit jedem gut leben, der das anders sieht, und würde mich freuen, wenn diese(r) jemand auch mit mir und meiner Meinung gut leben könnte.)
    😉

  23. Zottelmonster

    @Markus: Ich weiß nicht so recht, warum Corey K. so viele Tiefflüge gehabt haben soll. Runways, Starcraft, Gears of War und Battlestar Galactica sind doch feine Spiele. Und bei RuneAge würde ich nur die Menge der Karten kritisieren.

  24. Edvard

    So heute die ersten Partien gehabt. Spielt sich echt „recht“ flott, auch mit jemanden, der die Regeln nicht wirklich versteht bzw sie sofort nach der Erklärung vergisst. 😀

    Übrigens noch 2 formale Sachen:
    – meine Spielebox lässt sich ähnlich schwer aufmachen, wie die Box von Bens Mage Knight Erweiterung.
    – das Inlay ist FFG-/HB-Standard. Also unter aller Sau bzw praktisch nicht vorhanden.^^

  25. Torsten P.

    Wie immer, klasse Review!
    ‚Descent 2.0‘ ist zum Glück, für uns (eher) wenig Spieler, genau das geworden, was wir erhofft und erwartet hatten. Leichter Einstieg, ohne viel Gedöns und Gehänge, zügig Monster schnetzeln, Abenteuer bestreiten und fröhlich aufleveln. Ja! Genau so gefällt es uns. Ich hätte es vieleicht eher ‚HeroQuest Reloaded‘ getauft. 😉
    Wir haben auf jeden Fall sehr viel Spass mit ‚Descent 2.0‘ und freuen uns schon tierisch auf die noch kommenden Erweiterungen.

  26. Stefan

    Zu der Bemerkung, dass FFG dem Spiel einen anderen Namen hätte geben sollen, muss ich dir Recht geben, denn so werden bei manchen erst die Erwartungen geschürt, die anschließend zu den enttäuschten Reaktionen führen.
    Ich verstehe aber durchaus, warum sie das gemacht haben, denn so bekommt das Spiel mehr Aufmerksamkeit und letztlich auch bessere Verkaufszahlen. Guter Stil ist aber etwas anderes …
    Wobei ich bei Spielen in der 50?-Klasse auch nicht verstehe, warum man durch die Materialien nicht die „Seele des Käufers streichelt“ und (mehr als) ausreichend beilegt. Kundenbindung hat da vielleicht nicht unbedingt oberste Priorität. Dabei bin ich niemand, der gleich darauf schielt, ob er für seine 50? auch genügend Plastik und Pappe bekommen hat. Das, was ein Spiel ausmacht, ist häufig eher der immaterielle Wert der Spielidee und das ist nur schwer in Euro zu übersetzen.

  27. WOTZI

    Schön gesagt Stefan. Nachdem ich die Regeln zu Descent 2.0 gelesen habe, war mir völlig klar, dass es sich dabei um ein gänzlich anderes Spiel als Descent 1.0 handelt.

    Ich frage mich, warum sie es „Descent“ genannt haben. Besser wäre es gewesen, wenn sie einen anderen Namen gewählt hätten. Ähnlich wie es z.B. bei Villen des Wahnsinns erfolgt ist. Das heisst ja auch nicht Arkham Horror obwohl dabei die alten Charaktere/Designs übernommen wurden.

    Mir gefällt es sehr gut und hat neben Descent 1.0 eine Daseinsberechtigung. Störend ist IMO, dass mal wieder zu wenig Würfel bei liegen. Es sollte zumindest ein Würfelsatz für OL und einer für die Spieler beiliegen. Aber es wird wohl wie bei Descent 1.0. wieder mal überteuerte Zusatzwürfel angeboten. Auch die Entscheidung die Hauptmänner extra zu verkaufen unterstütze ich nicht, werde mir genau wie bei WzR keine einzige davon holen. Mittlerweile muss ich aber sagen, dass ich langsam aber sicher lieber zu anderen Herstellern als FFG greife, da mir bei denen vieles einfach als „Abzocke“ erscheint. Der Höhepunkt war bei mir erreicht, als man für den Download der Tannhäuserregeln Geld verlangt hat, anstatt sie wie vorher angekündigt in eine der künftigen Erweiterungen beizulegen.

  28. Stefan

    Das Spiel scheint wirklich zu polarisieren, so „extreme“ (d.h. weit auseinander gehende) Kommentare bei einem Spiel habe ich selten gelesen. Insgesamt scheint es ja so zu sein, dass die positiven bzw. sehr positiven Eindrücke überwiegen, was die Note bei boardgamegeek oder auch andere Rezensionen (z.B. der Mann mit den hübschen Krawatten) angeht. Dabei ist ja keineswegs so, dass hier die Mehrheit Recht hätte. Aber einige (vorwiegend solche Spieler, die die erste Variante kennen oder besitzen) scheinen FFG übel zu nehmen, dass sie die Zielgruppe gewechselt haben. Was ursprünglich ein Spiel für SehrVielSpieler mit Durchhaltevermögen war, ist jetzt mehr in Richtung Gelegenheitsspieler gerutscht. Dabei sollte man auch nicht vergessen, dass dieser Vorgang vielleicht auch ein Beispiel dafür ist, dass man auch verschiedene Spielergruppen an einen Tisch bringen lassen … deshalb werde ich es mir wahrscheinlich für meinen un-/regelmäßigen Spieleabend kaufen.
    Kann man aber FFG vorwerfen, dass sie ein Spiel auf den Markt gebracht haben, mit dem sich Geld verdienen lässt? Für eine Neuauflage der ersten Version wäre der Markt vielleicht gar nicht groß genug gewesen, denn die Zielgruppe ist zum Teil ja schon versorgt. Die Alternative war vielleicht nur mit „Descent“ neue Spielergruppen zu erschließen oder eben keine Neuauflage herauszubringen. Mir persönlich ist es emotional im übrigen völlig egal, ob ein Verlag ein Spiel heraus bringt, was mir persönlich nicht gefällt. Dazu ist der Markt heute einfach so vielfältig, dass ich lieber ein Spiel spiele anstatt mich über ein anderes aufzuregen. 😉

  29. Markus Bach

    Ich hätte hinzufügen sollen, daß die englische Version teurer ist als die deutsche. (Für Freunde der schnellen Verfügbarkeit von Erweiterungen ist das ja nicht ganz unwichtig.)
    Darüber hinaus ist D2 nach den heutigen (oftmals leider absurden) Preismaßstäben vielleicht nicht überteuert, aber mein Hinweis galt ja dem Preis-Leistungs-Verhältnis von Grundspiel und Nachrüstset gegenüber D1.
    Aber wie gesagt: Das muß jeder für sich entscheiden.

  30. Johannes Koenig

    Hi Leute.
    Ich habe es schon für 50 ? neu bekommen. Und finde es nicht zu Teuer !

  31. Markus Bach

    PS: Es ist übrigens kein Wunder, daß die 2. Edition so verflacht wurde, immerhin hat FFGs „Superdesigner“ Corey Konieczka seine mächtig starke Designerhand ans Spiel gelegt. Und dabei kann mit Blick auf seine vielen spielerischen Tiefflüge der letzten Jahre nicht viel Brillantes herauskommen.

    PPS: Neu habe ich die 2. Edition auch schon für 60,- ? gesehen – immer noch viel zu teuer für das, was gegenüber der 1. Edition geboten wird.

  32. Markus Bach

    Naja, D2 kommt höchstens mit der Hälfte des Materiales daher, das D1 bot. Das dürfte deine Frage beantworten.

    Und das für wieviel Euronen? Knapp 70? Wir haben D1 vor wenigen Jahren brandneu für 55,- Euro erstanden, und SOVIEL Inflation hatten wir nun auch nicht. Darüber hinaus wollen sie noch eine feiste Summe von 20,- ? für das Nachrüstset, das nichts weiter bietet als knapp 100 Karten für Helden und Monster der 1. Edition.

    Und dafür bekommt man ein seichtes Figurengeschiebe, das im Vergleich zur 1. Edition stark beschnitten wurde (aber natürlich auch eine kürzere Spieldauer pro Szenario hat).

    Ich empfinde das als reine Frechheit und lehne diese Beutelschneiderei ab, aber das muß jeder für sich selbst entscheiden.

  33. Tantis

    Klasse Rezension, wie immer.

    Was mir fehlt ist ein wenig der Inhaltsvergleich der Versionen, sprich:

    Sind in 2.0 die selben Helden und Monster enthalten wie in 1.0 oder wäre jemand der sich das Conversion Kit und 1.0 kauft/hat an Monstervielfalt überlegen?

    Mich würde das Spiel auch reizen und ich frage mich ob es sich eher lohnt in einem „namentlich ungenannten Onlineauktionshaus“ eine 1.0 Version vielleicht günstig zu bekommen ODER gleich 2.0, wobei es Rechnerisch mit Conversion Kit wohl auf das selbe Geld raus kommen würde, da frage ich mich halt nach dem Inhalt.

    Gruß Tantis

  34. Ben2

    Ich hab drauf gewartet bis einer den Versprecher bemerkt 😛

  35. Edvard

    Wie was, die Helden dürfen „sich angreifen“? Was macht denn das für nen Sinn? 😛

    Bin jetzt schon sehr auf meine erste D2-Partie gespannt. Ich hoffe, am WE kann ich meine Leute dazu überreden.

    Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich mit meiner ersten Edition (nur Grundspiel) anfange. Da muss ich mir wohl das Konversion-Kit mal genauer ansehen, bevor ich eine Entscheidung treffe.

  36. Zottelmonster

    Danke für das nachvollziehbare Fazit. Sehr treffend dargestellt.

  37. Sascha 36

    Hast du so lange gespielt bis dir ein Bart gewachsen ist ? 🙂 Ich halte Descent 2 für Mit80er Jahrgänge für einen guten Dungeon Crawler da es ja schon an Hero Quest erinnert. Gut finde ich das man bei Descent 2 keine Möbel aufstellen muss,war bei Hero Quest sehr nervig. Schön finde ich auch das man die Runebound Charaktere für Descent und andersrum verwenden kann. Für Vielspieler ist wahrscheinlich die Einstiegshürde jetzt zu gering,ich persönlich finde es roßartig,da man ziemlich schnell ins Abenteuer findet und sich soauf das Spiel konzentrieren kann. Eine Solovariante felt mir noch,aber ansonsten war ich sehr begeistert.

  38. Oli

    Das Video ist wieder einmal sehr gut gemacht, danke dafür.

  39. Ben2

    Dann habe ich zumindest genau deinen Nerv in der Erklärung und dem Fazit getroffen, Markus, Das freut mich. Deine Beschwerde habe Ichh bezüglich D2 wie erwähnt schon gehört aber eben auch genau das Gegenteil. Weshalb ich es für wichtig erachtet habe es zu erwähnen.

  40. Markus Bach

    Oh, Verzeihung, das hätte ich aufschlüsseln sollen:
    – WOTC sind die Koop-Brettspiele mit dem D&D Adventure System von Wizards of the Coast: Ravenloft, Ashardalon, Drizzt. Regelleicht, effektiv, vielseitig, trotzdem taktisch.
    – WdZ ist ein Tippfehler, der wohl auf meiner Liebe zu „Im Wandel der Zeiten“ beruht. Gemeint war WzR, die Kampagne für Descent 1: Wege zum Ruhm.

  41. Fromlo

    @Markus:

    Was sind WOTC und WdZ?

  42. Markus Bach

    Wir haben die 2. Edition (D2) in Essen ausgiebiger kennengelernt und waren als Descenter der ersten Stunde wenig begeistert: sehr viel seichter und oberflächlicher, als wir es erwartet hatten. Das war nichts für uns.

    Wir haben uns gelangweilt, besonders ich als Overlord (den ich in der 1. Edition sehr oft spielte) fühlte mich taktisch stark beschnitten durch die müde Monsterauswahl, den Kartenmechanismus ohne Drohmarker und den Wegfall der Planungen mittels Bewegungspunkten. Die Helden schalteten z.B. Teile meine Monster ständig durch nerviges Türenschließen aus, weil mich das Öffnen dann wieder eine Monsteraktion kostete. Schätze, Charakterzustände und generell die Vielfalt der zweiten Edition ist gegenüber der ersten ein schlechter Witz. (Dafür ist dann wieder das Preis-Leistungs-Verhältnis bei D2 ernüchternd mies.) Die Geschwindigkeit der Szenarios verhindert ohne Kampagnenspiel eine angenehme Charakterentwicklung, und die Charaktere empfinde ich alles in allem als langweiliger als in D1.

    Unser Fazit war allerdings nicht, daß die zweite Edition ein schlechter Dungeoncrawler sei, sondern nur, daß uns die erste Edition in jeder Hinsicht besser gefallen hat. Es kommt eben darauf an, was man vom Spiel erwartet. D2 geht mehr in die Richtung der WOTC-Dungeonspiele, bei denen man ebenfalls pro Abend problemlos 2-3 Szenarios spielen kann. Bei D1 dauern die Dungeons lange und können auch für ziemliche Ermüdung sorgen, wenn es für eine der beiden Seiten nicht so gut läuft. Nur sind die Einschränkungen bei D2 eben unsere Sache nicht gewesen.
    Das für mich einzig erfreuliche an D2 ist der modulare Kampagnenmodus, der dem Grundspiel schon beiliegt.

    Wer gerne einen flotten Dungeonhacker für den Feierabend oder eine kurze Wochenendrunde sucht, ist mit D2 oder den WOTC gut bedient. Wer – wie wir – mehr Taktik, Umfang und Spieltiefe zum Preis einer langen Spielzeit haben möchte, findet bei D1 und WdZ sein spielerisches Zuhause.

  43. André Spaan

    Erstmal vielen Dank für die tolle Rezension. Ich war schon von Descent 1.0 begeistert und bin somit stolzer Besitzer des Hauptspiels plus Schrecken des Blutmeers und Gruft aus Eis. Trotzdem überlege ich, ob ich mir zumindest das Upgrade-Kit hole, um genau solche Abende, wie du sie beschrieben hast zu verbringen. Wir haben bei der ersten Edition teilweise 2 Tage an einem Dungeon gesessen und für ein kurzes Spiel zwischendurch mit etwas vereinfachten Regelwerk ist die zweite Edition anscheinend wunderbar.

    Macht weiter so und viel Spaß beim Spielen,
    André.

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