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Attandarra

23. 6. 2010 | Autor: Ben | 13 Kommentare |

Eine Hommage an Attendorn: Die Spieler bauen die mittelalterliche Stadt Attandarra von den Grundfesten an auf und versuchen durch geschicktes Platzieren der Gebäude möglichst viele Einwohner anzulocken.

   
 
Autor: Horst Rokitte
Verlag: Horst Rokitte "Ideen für Spiele"
Erschienen: 2009
Genre: Strategie
Spielerzahl: 2 bis 4
Mindestalter: 12
Dauer4
Ernst5
Komplexität3
Einfluss5
Interaktion4
 
   


Relevante Links:

   
 

Wertung


Idee4
Aufmachung3
Umsetzung3
Gesamt3
 
   
Ähnliche Spiele: Seeland, Glen More

Danke für das Rezensionsexemplar, Horst!

Kommentare

13 Kommentare zu “Attandarra”

  1. Horst
    25. 6. 2010 @ 11:29

    Hallo!
    Im Bericht werden zwei Regelpassagen nicht korrekt wiedergegeben. Der Kaufpreis für die Bürger- und Münzplättchen beträgt soviel Gold, wie Plättchen dieser Sorte in der gewählten Reihe (Bürger) bzw. Spalte (Münzen) offen liegen. Bei der Zusatzregel Stadtgeschichte sind die Straßenzüge, die nicht mit einem Wappen bedeckt sind, von dem Ereignis (sowohl negative, als auch positive) betroffen. Daraus ergibt sich eine komplett andere Spilsituation als beschrieben.
    Die “im Comic-Stil” gezeichneten Plättchen (wie im übrigen auch alle anderen Abbildungen, außer natürlich den Fotos) sind aus Originalzeichnungen und Gemälden aus dem 16./17. Jahrhundert, die zeitgenössische Abbildungen Attandarras zeigen, entnommen. Sicherlich nicht “state of the art”, aber gerade das hat bisher fast allen sehr gut gefallen. Aber da kann man natürlich anderer Meinung sein.
    Viele Grüße
    Horst

  2. Ben
    25. 6. 2010 @ 13:17

    Hey – ein Kommentar vom Chef selber: Klasse!

    Den Kaufpreis erwähne ich regelgemäß – gehört ja auch zu den interessanten Neuerungen des Spiels; die Zusatzregel reiße ich nur kurz an und für einen Überblick reicht das Gesagte, denke ich, aus. Der Anspruch ist ja nicht, eine umfassende Erklärung zu bieten sondern einen kurzen Einblick mit Empfehlung abzugeben – für die Spielsituation ist das, wie ich finde, nicht von wesentlicher Bedeutung.

    Die Information zu den Plättchen ist natürlich sehr interessant und eine gute Idee! Mir persönlich gefällt “Comic-Stil” eigentlich eh immer sehr gut, also keine Kritik – zu bemängeln gibt es da nur die Unterschiede in der Gestaltung.

    Danke für deine direkte Rückmeldung und weiterhin viel Erfolg mit deinem Eigenverlag!

  3. Yasari
    25. 6. 2010 @ 14:26

    Spielama scheint ja immer berühmter zu werden.
    Wenn jetzt sogar schon die Verlage anfangen kommentare abzugeben. :)
    Von mir auch viel erfolg bei deinem Eigenverlag. hoffentlich kommen noch viele gute Spiele von dir die Ben kritisieren kann. :D
    Also viel erfolg. Das Spiel gefällt mir schon mal gut. Mal sehen was noch kommt…

  4. Dagobert
    26. 6. 2010 @ 10:11

    Mir gefällt Attandarra! Die Kritik an den Ereignissen der Stadtgeschichte kann ich nicht nachvollziehen, da man sich auch durch Legen bestimmter Gebäude dagegen schützen kann. Außerdem gibt es auch 3 positive Ereignisse, und da nur 3 Ereignisse ins Spiel kommen, ist es relativ unwahrscheinlich, dass dies die 3 negativen sind. Schließlich sind 2 der 3 negativen Ereignisse nur auf Bürger oder Münzen bezogen und nicht auf Gebäude.

    Die Kosten für Bürger- und Münzplättchen sind m.E. vom Autor so gemeint, dass nur die obere Lage zur Errechnung der Kosten zählt und nicht auch die untere Lage, sonst wären die Plättchen im mehr als 2-Personen-Spiel ja im Schnitt doppelt so teuer, die Anleitung ist hier vielleicht unklar. Ich glaube, dass die Abbildung zur Auslage der Plättchen am Spielbeginn nur zeigen soll, dass es sich um 2 Plättchen handelt, das würde man ja sonst nicht sehen. Aber vielleicht kann Horst hier selbst aufklären.

    Ich finde, das Spiel ist ein interessantes Bau-Lege-Spiel, das jeder einmal ausprobieren sollte, insbesondere mit der Erweiterung.

  5. Yasari
    26. 6. 2010 @ 14:34

    Klar. Es ist ein gutes Spiel, aber es gibt eben viele Spiele die so ähnlich aber eben besser sind.
    Und ich glaube nicht das diese 3 in der Gesamtwertung bedeutet das, das Spiel Mittelmäßig bis schlecht ist sondern das es schlechter als z.B. Glen More aber trotzdem besser als so manches Spiel das eine 4 in der Gesamtwertung erhalten hat ist.
    Du must ein Spiel eben immer mit ähnlichen Spielen vergleichen und dann siehst du das diese 3 in der Gesamtwertung für Attandarra doch gerechtfertigt ist.

  6. Dagobert
    26. 6. 2010 @ 17:05

    Nö, ist nicht gerechtfertigt. :-)
    Glen More ist total zäh zu viert oder fünft. Ich finde Attandarra besser.

  7. Yasari
    26. 6. 2010 @ 17:07

    Dann ist es Geschmackssache. ;)

  8. Dagobert
    26. 6. 2010 @ 17:21

    Frei nach Paul Panzer: Rrrrrrrichtig! ;-)

    Und außerdem gibt Ben ja auch fast 6 Punkte für Keltis – Das Orakel. Da hat es jemanden in unserer Spielrunde beim Spielen vor Abscheu geschaudert. :-)

    Es kommt eben auf die Zielgruppe an…

  9. Yasari
    26. 6. 2010 @ 18:41

    Also erstmal: Paul Panzer ist Genial. :)
    Dann zu den Reviews von Ben:
    Das manche seiner Bewertungen nicht mit dennen von anderen Leuten übereinstimmen wirst du hier warscheinlich öfter Lesen. Liegt dann aber auch oftmals an mir. :) (siehe Dominion die Alchemisten)
    Trotzdem sind seine Reviews sehr Hilfreich da man mal einen Einblick in Spiele erhält die man teilweise noch gar nicht kannte.
    Und ich denke schon das sich der ein oder andere sofort in eines der von Ben vorgestellten Spiele Verliebte während Ben diesem Spiel eine schlechte Bewertung gab.
    Also insgesamt: Daumen hoch für Ben :)

  10. Dagobert
    27. 6. 2010 @ 01:01

    Ich sag’s ihm, wenn wir Donnerstag wieder zusammen spielen! ;-)

  11. Ben
    27. 6. 2010 @ 10:49

    @Dagobert: Jetzt hast du aber alle Register gezogen! :D

    Ich versuch schon objektiv zu bleiben und auch eine Empfehlung unabhängig von der Zielgruppe abzugeben; wobei sowas wie “Idee” allein schon mal nicht richtig machbar ist, da ein Neuling, der nichts kennt, natürlich alles als innovativ betrachten würde.
    “Attandarra” hat klar Macken (siehe Video), aber im Schnitt haben andere Rezensenten das Spiel auch wieder besser bewertet als ich – mag daran liegen, dass die z.B. nichts fürs Material oder Thema abziehen, das reine Spiel betrachten ohne die Mechanismen auf Innovationen zu prüfen, das Spiel zu Zweit ausklammern… ich zieh die Kriterien halt immer knallhart durch und so kommt unterm Schnitt ein Geheimtipp, aber keine klare Empfehlung heraus.
    Man muss sich nur vorstellen, wie viele Leute, grade auch Anfänger, mit dem Spiel, so wie es ist – also u.a. mit der teils undeutlichen Anleitung, dem unprofessionellen Material, dem Thema – Spaß hätten; dabei spielen die eigentlichen Mechanismen und die ein oder andere gute Idee nicht mal eine entscheidende Rolle. Die meisten Leute spielen bzw. kaufen nur sehr sehr selten ein Spiel – und dann muss es meiner Meinung nach nicht zwangsläufig “Attandarra” sein! “Keltis” z.B. schätze ich insgesamt als attraktiver ein und das nicht bloß, da es durch die Einfachheit mehr Leute anspricht, sondern auch durch die Ausgewogenheit, Spielfluss, Spannungsbogen, Ideen, Material und Co, wie immer eben…

    Immer hat man irgendwen, der/die das Spiel trotzdem mag und die Macken egal sind; bzw. einfach mehr Zeit zum Spielen findet und im Schnitt mehr Spiele kauft – und für genau die Leute ist es doch klasse und gedacht; die Macken aufzuzeigen, mehr will ich ja gar nicht!

    Viele Meinungen teilen der gute Dagobert und ich ja sogar wohl, aber man sieht, dass wir, beide Vielspieler, ab und an auch aneinandergeraten. Dafür stimmt mir dann mal wieder seine Frau zu – der Besuch lohnt sich also trotzdem immer, mal ganz abgesehen vom lecker Essen :]]

  12. Yasari
    27. 6. 2010 @ 12:33

    Ja Objektiv zu bleiben ist nicht einfach.
    Ich könnte z.B. kein ordentliches Review zu Keltis machen da ich dieses Spiel einfach nur hasse und nicht verstehe warum es den Titel Spiel des Jahres bekommen hat. Das ist einfach nur Lächerlich, für mich in der Gesamtwertung Maximal eine 2 bis 3.
    Anderrerseits würde ich warscheinlich jeder Dominion Erweiterung die Top Note geben. :)
    Aber ich muss nichts bewerten das ist ja deine Aufgabe, Ben. ;)

  13. Michael
    27. 6. 2010 @ 17:31

    Interessant an der obigen Diskussion ist ja, dass man scheinbar aus ganz ähnlichen Gründen zu doch vollkommen unterschiedlichen abschliessenden Berwertungen kommen kann.
    Nehmen wir mal Bruno Faiduttis Besprechungen von Attandarra und Keltis.

    Zu Attandarra schreibt er: “Of course, Attandarra doesn’t feel really new. Once more, players are spending wooden resource cubes to build a German medieval city, each player placing his buildings on his own small board. [...] Attandarra, however, has several clever little game systems, especially when it comes to determining the price of resources and other stuff, which allow for some interaction and interesting strategic choices. It feels a bit like Key Harvest, for the way building are placed on the players’ boards, a bit like Planet Steam, for the price system, a bit like Hermagor, for the way citizens are recruited, but despite all these references, it also feels quite light and fast paced.” Und aus diesen Gründen ist es in seiner Ludothèque idéale.

    Und da ist Keltis nicht drin. Denn: “I considered, and still consider, Keltis to be a mediocre game, easy to explain but neither fun nor challenging to play, a game with no theme, no originality, no depth, no tension.”

    Ich verstehe durchaus Bens Kritikpunkten an Attandarra, aber ich weiß nicht ob die wirklich die fünfeinhalbminütige Brandrede am Ende der Rezension rechtfertigen.

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